Reis-Genom entschlüsselt: Hoffnung auf maßgeschneiderte Nutzpflanzen gegen Mangelernährung

  • 09.04.2002
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  • Redaktion

Mit der Entschlüsselung des Erbguts der zwei häufigsten Reissorten, "Indica" und "Japonica", steigt die Hoffnung der Forscher, bald maßgeschneiderte Nutzpflanzen gegen Mangelernährung und Hunger herstellen zu können. Die Genom-Daten von Oryza sativa (Reis) sollen auch der Produktivität anderer Gräser wie Mais und Getreide verbessern.

Forscher des Beijing Genomics Institute und des University of Washington Genome Center entschlüsselten das vor allem in China angebaute "Indica"-Genom. Die hauptsächlich in Japan eingesetzte "Japonica"-Variante sequenzierte das Agrochemie-Unternehmen Syngenta. Beide Teams nutzten jene Sequenzierungsmethode, die auch vom Unternehmen Celera zur Entschlüsselung des Human-Genoms genutzt wurde.

Die jetzt in Science veröffentlichte DNA-Sequenz besitzt mit 50 000 bis 60 000 Genen vermutlich mehr Gene als der Mensch (30 000 bis 40 000). Für das rund 450 Mio. DNA-Bausteine umfassenden "Indica"-Genom kodieren dabei etwa 45 000 bis 63 000 Gene; das kleinere "Japonica"-Genom enthält rund 32 000 bis 50 000. Beide Genome sind aber noch nicht vollständig entziffert. 09.04.02

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