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Legehennen in Deutschland: Nicht jeden Tag ein Ei

  • 09.10.2014
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  • Redaktion

Pünktlich zum Welt-Ei-Tag am Freitag veröffentlichte das Statistische Bundesamt (Destatis) Zahlen zur Ei-Produktion deutscher Legehennen. Wer glaubt, die 39 Millionen Hennen würden jeden Tag ihr Nest befüllen, ist jetzt schlauer: Die durchschnittliche Legeleistung je Henne lag im Juni dieses Jahres bei rund 24 Eiern. 

Faul sind deutsche Hühner dennoch nicht, denn seit 2006 brüten die circa 38 500 Legehennen pro Tier und Jahr über 290 Eier aus. Außerdem machen die Statistiker Angaben zur Haltung der Tiere: Legehennen in Deutschland leben überwiegend in Bodenhaltung. Im Dezember 2013 waren 63 Prozent der Hennen in dieser Haltungsform untergebracht, während sich knapp 16 Prozent in Freilandhaltung befanden. In Kleingruppenhaltung und ausgestalteten Käfigen brüteten 12,5 Prozent. Aus  ökologischer Erzeugung stammten 8,5 Prozent der deutschen Eier.

Käfighaltung weiter rückläufig
Gegenüber Dezember 2007 haben sich die Lebensbedingungen der Tiere deutlich verändert. Vor acht Jahren dominierte die Käfighaltung mit fast 70 Prozent. 2013 waren nur noch etwa 11 Prozent der Haltungsplätze vergittert. Laut Destatis wurden hauptsächlich um das Jahr 2009 Veränderungen beobachtet – die Käfighaltung ging deutlich zurück. Dies ist dadurch erklärbar, dass die Einzelkäfighaltung seit 2010 in Deutschland verboten ist und als Käfige nur noch sogenannte „Volieren“ oder Kleingruppenkäfige zugelassen sind. Ab dem Jahr 2012 hat sich dieser Trend abgeschwächt, dafür verlor die Haltung in Kleingruppen und ausgestalteten Käfigen weiter an Bedeutung.

Der Tag des Eies wurde 1996 von der „International Egg Commission", dem Internationalen Verband der Eierproduzenten im Rahmen des damaligen Welt-Ei-Kongresses in Wien ins Leben gerufen. Weitere Informationen dazu gibt es auf den Seiten der International Egg Commission.

Quellen:

www.destatis.de

Haltung von Legehennen: Bodenhaltung dominiert 

Zahl der Woche: 24 Eier je Legehenne im Juni 2014

Hintergrund: Kleingruppe statt Einzelhaft
Im Jahr 2010 wurde nach langer Frist die tierunwürdige Haltung von Hühnern in Einzelkäfigen in Deutschland abgeschafft. Seitdem können Hühner neben der Boden-, Freiland- und Bio-Haltung in Kleingruppenkäfigen gehalten werden. Diese Kleingruppenkäfige bieten für den Landwirt wirtschaftliche und hygienische Vorteile, auch soll eine artgerechte Haltung durch Einstreu, Sitzstangen und Nester gewährleitet werden. Von Tierschützern wird sie jedoch weiterhin kritisiert, da sie eine artgerechte Haltung nicht erfüllt sehen. Seit 2012 ist daher die Zukunft der Kleingruppenhaltung ungewiss. Ob sie ab spätestens 2035 verboten wird, wie von der Bundesregierung 2012 vorgeschlagen, ist aber bisher nicht entschieden.
Quelle: www.was-wir-essen.de
 

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