Ernährungsumschau

Arbeitslosengeld II: Für gesunde Ernährung von Kindern kaum ausreichend

  • 10.08.2007
  • News
  • Redaktion

Empfängern von Arbeitslosengeld II ist es kaum möglich, ihre Kinder ausgewogen und gesund zu ernähren. So lautet das Fazit einer Studie des Forschungsinstitut für Kinderernährung (FKE) der Universität Bonn. Die Wissenschaftler hatten im März 2004 in Dortmund in Supermärkten, Discountern sowie in einem Bioladen die Preise von mehr als 80 Lebensmitteln ermittelt. Anhand dieser Daten berechneten sie nach Altersgruppen die Kosten für die so genannte „Optimierte Mischkost“, ein Konzept für eine gesunde Ernährung für Kinder und Jugendlichen.

Der Vergleich mit dem vom Gesetzgeber kalkulierten Budget zeigt, dass für vier- bis sechsjährige Kinder die veranschlagten 2,57 Euro pro Tag gerade ausreichen – allerdings nur beim Lebensmitteleinkauf im Discounter. „Wer in normalen Supermärkten zugreift, kommt mit dem Geld nicht hin: Dort muss man durchschnittlich 3,86 Euro hinblättern“, erläutert Dr. Mathilde Kersting, stellvertretende Leiterin des FKE. Ein Fünfzehnjähriger, der sich ausgewogen ernähren möchte, verzehre im Schnitt Lebensmittel im Wert von 4,68 Euro täglich (Discounter) oder 7,44 Euro (Supermarkt). Die vorgesehenen 3,42 Euro für Jugendliche ab 14 Jahren seien auch hier nicht ausreichend. Das FKE empfiehlt deshalb, die aktuellen Regelsätze für Kinder und Jugendliche zu überdenken. (10.08.07)

Das könnte Sie interessieren
Belegtes Brot © Taken / Pixabay
Marktanalyse potenziell kardioprotektiv wirkender Lebensmittel weiter
© MihaPater / iStock / Thinkstock
Die wichtigsten Messen, Tagungen, Kongresse und Seminare weiter
Adipöse Maus. © Georgejason / iStock / Thinkstock
Viel Fett und Kalorien wirken wie eine bakterielle Infektion auf den Körper weiter
Fleisch in Petrischale im Labor. © AlexRaths / iStock / Thinkstock
In-vitro-Fleisch und seine Verbraucherakzeptanz weiter
Kühe im Stall. © Digital Vision. / Photodisc / Thinkstock
Organisationen fordern staatliches Fleischsiegel weiter
Frau im Supermarkt. © gpointstudio / iStock / Thinkstock
Wann sind „frei von“-Lebensmittel sinnvoll? weiter