Ernährungsumschau

Forsa-Umfrage: Gemeinsames Essen ist Familien wichtig

  • 13.11.2009
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  • Redaktion

Am Mittagstisch versammelt sich im Westen unter der Woche jede vierte Familie, während es im Osten nur jede Zehnte tut. An den Wochenenden steht jedoch in den alten wie in den neuen Bundesländern gemeinsames Essen hoch im Kurs. So sitzen abends 84 % der Eltern zusammen mit ihren Kindern am Tisch. Auch Frühstück (80 %) und Mittagessen (76 %) stehen samstags und sonntags ganz im Zeichen des Familienlebens. Werktags wird wenigstens am Abend zusammen gespeist (78 %).

Das ergab eine Forsa-Umfrage im Auftrag der DAK und der Zeitschrift Familie & Co in der rund 1000 Personen mit Kindern im Alter von 4–12 Jahren befragt wurden. Auch auf Tischregeln legen die Familien großen Wert. Hygiene wird bei den meisten groß geschrieben. Bei knapp 90 % der Befragten gilt: vor dem Essen Hände waschen. Ziemlich einig sind sich die Eltern auch darin, dass Bücher, Zeitungen und Computer am Esstisch nichts zu suchen haben (87 %). Zu den häufig gelebten Tischsitten gehören auch: „Essen ist kein Spielzeug“, „erst aufstehen, wenn alle fertig sind“ und „alle helfen mit“. Wenn es ums Aufessen geht sind Frauen nachsichtiger als Männer: Nur jede siebte Mutter, aber jeder vierte Vater verlangt vom Sprössling, den Teller leer zu essen.

Während Radiohören und Fernsehen für über 60 % der Westdeutschen Eltern tabu sind, fühlen sich im Osten der Republik nur 41 % der Erziehungsberechtigten davon genervt. Auch beim Mobilfunk zeigt sich der Osten toleranter. Dass das Handy am Esstisch zu schweigen habe, gaben dort knapp zwei Drittel der Befragten an (62 %), im Westen Deutschlands dagegen fast drei Viertel (73 %). Die Umfrage ist veröffentlicht auf der Homepage der DAK. Quelle: DAK (13.11.09)

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