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Zuckerrüben: Transportprotein für Zuckergehalt entdeckt

  • 14.01.2015
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Forschungsteams aus Deutschland haben das Transportprotein entdeckt, das für den hohen Zuckergehalt von Zuckerrüben verantwortlich ist. Dies berichtet der Lehrstuhl für Molekulare Pflanzenphysiologie und Biophysik an der Universität Würzburg. 

Mit Zuckerrüben (Beta vulgaris) wird ein großer Teil des Weltzuckerbedarfs gedeckt. Aus zehn Kilogramm Rüben können über zwei Kilogramm Zucker gewonnen werden. Bis vor kurzem war unklar, nach welchen Prinzipien die Zuckerspeicherung in den Rüben stattfindet.

Dieser Frage haben sich Wissenschaftler u.a. von den Universitäten Würzburg, Erlangen, Kaiserslautern und Köln angenommen. Das Ergebnis: Die Rübenzellen häufen den Zucker in Form von Saccharose in speziellen Saftspeichern an, den so genannten Vakuolen. Dorthin gelangt der süße Stoff über ein Transportprotein namens BvTST2.1, das auf Saccharose spezialisiert ist.

Mit der so genannten Patch-Clamp-Technik (elektrophysiologische Messmethode) konnten die Forscher zeigen, dass das Transportprotein selektiv Saccharose in die Vakuole leitet und im Gegenzug Protonen aus der Vakuole hinausbefördert. Dieser Kopplung sei es letztendlich zu verdanken, dass sich der Zucker in den Rübenvakuolen anhäufe und dort Spitzenkonzentrationen von 23 Prozent erreiche, so der Bericht.
Diese Forschungsergebnisse werden in der Wissenschaftszeitschrift „Nature Plants“ präsentiert.

Literatur:
„Identification of transporter responsible for sucrose accumulation in sugar beet taproots”, Benjamin Jung, Frank Ludewig, Alexander Schulz, Garvin Meißner, Nicole Wöstefeld, Ulf-Ingo Flügge, Benjamin Pommerrenig, Petra Wirsching, Norbert Sauer, Wolfgang Koch, Frederik Sommer, Timo Mühlhaus, Michael Schroda, Tracey Ann Cuin, Dorothea Graus, Irene Marten, Rainer Hedrich, and H. Ekkehard Neuhaus, Nature Plants, 8. Januar 2015, DOI: 10.1038/nplants.2014.1

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