Kinder immer unbeweglicher: "MoMo"-Studie liefert ernüchternde Zahlen

  • 14.03.2007
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  • Redaktion

Kinder sind heute 10 Prozent weniger leistungsfähig als frühere Generationen. Das ist das ernüchternde Ergebnis der bundesweiten Motorik-Studie "MoMo", die im Rahmen des Kongresses "Kinder bewegen - Energien nutzen" Anfang März in Karlsruhe vorgestellt wurden. Dabei hat Studienleiter Prof. Klaus Bös herausgefunden, dass früh erlernte Aktivität und Fitness bis ins Alter erhalten bleiben.

Nach Prognosen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wird Bewegungsmangel sogar zur Epidemie des 21. Jahrhunderts werden. Das hat nicht nur gesundheitliche Folgen: "Bewegung bietet soziale Erfahrungen des Mit- und Gegeneinanders und emotionale Erfahrungen des Gewinnens, Verlierens, sich Überwindens", ergänzte Prof. Alexander Woll von der Universität Koblenz.

Gemessen wurde die motorische Leistungsfähigkeit der 4- bis 17-jährigen Tester unter anderem mit Rumpfbeugen, Rückwärtslaufen (balancierend), Standweitsprung und am Ergometer die Ausdauer. Übergreifendes Ergebnis ist, dass die Leistungsentwicklung in jüngeren Jahren am größten ist. Insgesamt geht aber die Kurve der Leistungsfähigkeit im Vergleich zu früheren Studien klar nach unten. So sind insgesamt weniger als die Hälfte der Jungen und nur ein Drittel der Mädchen in der Lage, beim Rumpfbeugen mit den Fingern den Boden zu erreichen (mit gestreckten Beinen). Zudem sind nur noch etwa 30 Prozent der Kinder und Jugendlichen mindestens eine Stunde pro Tag körperlich-sportlich aktiv. (14.03.07) 
 

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