Ernährungsumschau
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Hilfen zum gesunden Schulstart

  • 14.08.2012
  • News
  • Redaktion

Mit der Einschulung beginnt für viele Kinder eine Zeit, in der sie mehr sitzen müssen. Die „Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland“ (KiGGS) des Robert Koch-Instituts zeigt, dass die Übergewichtsentwicklung von Kindern mit dem Übergang vom Kindergarten
in die Schule sprunghaft ansteigt. So liege laut einer aktuell veröffentlichten neuen Auswertung die Zunahme des Anteils an übergewichtigen Kindern in Deutschland insbesondere um das Alter von 7,2 Jahren.

Wahrscheinlich liegt dies an der Umstellung des Tagesablaufes der Schulanfänger. Daher ist ein verlässlicher und strukturierter Tagesablauf mit regelmäßigen und ausgewogenen Mahlzeiten sowie mindestens einer Stunde intensiver Bewegung entscheidend für die Vorbeugung von Übergewicht und damit für die gesundheitliche Entwicklung der Kinder.

Ein gemeinsames Frühstück dient dazu, die über Nacht geleerten Energiespeicher wieder aufzufüllen. Zudem belegen Studien, dass die geistige Leistungsfähigkeit steigt und das Risiko für Übergewicht gemindert wird, wenn Kinder morgens regelmäßig und ausgewogen frühstücken. Sofern die Kinder morgens noch keinen Appetit haben, kann eine Kleinigkeit Zuhause und ein zweites Frühstück in der Schule die geeignete Lösung sein: Ein belegtes Brot, etwas Rohkost oder Obst sowie ein Getränk liefern nicht nur neue Energie sondern schmecken auch gut. Doch auch ihr Mittagessen und Abendessen sowie zwei kleine Zwischenmahlzeiten sollten Kinder regelmäßig bekommen.

Der natürliche Bewegungsdrang der Kinder sollte ebenso unterstützt werden. Durch die Bewegung können Kinder den Stress abbauen und tragen ein deutlich geringeres Risiko übergewichtig zu werden. Bereits auf dem Schulweg kann man dem Bewegungsmangel bei Kindern vorbeugen, indem der Weg zur Schule gemeinsam zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückgelegt wird.

Genauso wichtig wie die Bewegung sind für Kinder ein ausreichender Schlaf und Entspannungsphasen nach den Mahlzeiten. Schlafmangel wirkt sich nicht nur auf die Konzentrationsfähigkeit aus, er steht auch in engem Zusammenhang mit einem erhöhten Risiko für Übergewicht und Adipositas. Laut IDEFICS-Studie wiesen Schulkinder, die weniger als elf Stunden schliefen, ein um 40 Prozent erhöhtes Risiko auf – bei Kindern mit weniger als neun Stunden Schlaf lag das Risiko sogar um 300 Prozent höher. Zudem sollten neben dem Nachtschlaf feste Ruhepausen wie z. B. die Zeit nach dem Mittagessen eingeplant werden. Quelle: Pressetext der plattform ernährung und bewegung e. v. vom 14.08.12 (14.08.12)

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