Ernährungsumschau

Initiative für eine neue Ernährungsbewegung in Deutschland

  • 15.06.2004
  • News
  • Redaktion

Bundesverbraucherministerin Renate Künast hat Mitte letzter Woche dem Bundeskabinett die "Initiative für eine neue Ernährungsbewegung in Deutschland" vorgestellt. "Die dramatischen Zahlen von Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen erfordern eine breite gesellschaftliche Bewegung zur Änderung der Ernährungs- und Lebensgewohnheiten. Insbesondere Kinder und Jugendliche müssen lernen, sich anders zu ernähren und mehr zu bewegen", so Künast. Immerhin sei bereits jetzt jedes 5. Kind und jeder 3. Jugendliche übergewichtig. Bei 7–8 Prozent der Kinder erreiche das Übergewicht krankhafte Ausmaße, sie litten an Adipositas. Die Ministerin verwies auf den WHO-Bericht vom Mai, der vor einer weltweiten Epidemie des Übergewichts und den sich daraus ergebenden massiven Folgekosten für die Gesundheitssysteme warne. Deshalb habe die WHO in ihrem Aktionsplan "Globale Strategie zur Ernährung, körperlichen Aktivität und Gesundheit" die Mitgliedstaaten zu schnellstmöglichem Handeln aufgefordert.  Erste erfolgreiche Maßnahmen, wie Beratungsprogramme für Kindergärten und Schulen und die Entwicklung von Unterrichtseinheiten zu gesunder Ernährung , habe das Bundesverbraucherministerium bereits in die Wege geleitet. Jetzt gehe es darum, die vielfältigen Aktivitäten von wissenschaftlichen Einrichtungen, Ärzten, Vereinen und Verbänden sowie der Bundesländer so zu vernetzen, dass man tatsächlich von einer gesellschaftlichen Bewegung zur Bekämpfung des Übergewichte sprechen könne.  Aufgabe sei es zu vermitteln, dass anders Essen und mehr Bewegen sehr viel mit Fitsein, Genuss, Ausschöpfen aller körperlichen und geistigen Chancen zu tun habe. Denn erwiesenermaßen seien übergewichtige Kinder schon in der Schule gehandicapt. Künast forderte Ernährungsbildung als Querschnittsthema in allen Bildungsinstitutionen und allen Bildungseinrichtungen, eine verbesserte Gemeinschaftsverpflegung und klare Regeln für die Bewerbung von Kinderlebensmitteln. (15.06.04) 

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