Ernährungsumschau
Preisträger Wolfgang Meyerhof / © DIfE
Preisträger Wolfgang Meyerhof / © DIfE

Prof. Dr. Meyerhof erhält Preis für exzellente Geschmacksforschung

  • 15.10.2014
  • News
  • Redaktion

Wolfgang Meyerhof vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE) wird am 22. Oktober 2014 in New Jersey im Rahmen der 45. Herbsttagung der Flavor and Extract Manufacturers Association of the United States (FEMA) mit dem FEMA Excellence in Science Award geehrt. Der Preis ist mit 5000 US-Dollar dotiert. Die Organisation verleiht den Preis an Forscher, die durch ihre wissenschaftliche Arbeit und ihr außerordentliches Engagement die Geschmacksforschung wesentlich vorangebracht haben sowie international als führender Wissenschaftler auf diesem Gebiet anerkannt sind.

Der Geschmack ist von herausragender Bedeutung für die Lebensmittelauswahl sowie für die Ausbildung von Geschmacksvorlieben und -abneigungen. Damit beeinflusst er die Ernährung und schließlich unsere Gesundheit. Jedoch sind viele Prinzipien der gustatorischen Wahrnehmung und ihre Beziehung zum Ernährungsverhalten noch unbekannt.

Der Biochemiker Wolfgang Meyerhof hat es sich daher zur Aufgabe gemacht, den Einfluss der Geschmackswahrnehmung auf das Ernährungsverhalten und die Gesundheit zu untersuchen. Seit März 1994 leitet er die Abteilung Molekulare Genetik am DIfE. In den nun mehr als 20 Jahren seiner wissenschaftlichen Tätigkeit im Bereich der Geschmacksforschung hat er zusammen mit seinem Wissenschaftlerteam Gene für die menschlichen Bittergeschmacks- und Süßgeschmacks-Rezeptoren identifiziert und charakterisiert. Die Forscher entwickelten unter seiner Führung zellbasierte Messverfahren, um die molekularen Eigenschaften der Rezeptoren zu bestimmen und neuartige geschmacksaktive Substanzen aufzufinden.

Bisherige Versuche zeigen, dass die Rezeptoreigenschaften die Geschmacksempfindlichkeit menschlicher Versuchspersonen beeinflussen und dass Wahrnehmungsunterschiede in der Bevölkerung durch Polymorphismen (Variationen) in den Rezeptorgenen bedingt sein können.Die Auswirkungen dieser Zusammenhänge auf das Ernährungsverhalten sind Gegenstand zukünftiger Forschungen.

Lesen Sie hierzu auch das 3-teilige Special „Geschmack und Ernährung“ von Meyerhof und Kollegen in Ernährungs Umschau 07/201310/2013 und 12/2013.

Kontakt: Prof. Dr. Wolfgang Meyerhof; DIfE-Abteilung Molekulare Genetik; E-Mail: meyerhof@dife.de

Quelle: Deutsches Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE)

mpm

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