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Medienprojekt Wuppertal: Neuer Film über Essstörungen

  • 18.11.2014
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Der Film „Ich & Ana“ porträtiert drei junge Frauen, die sich mit Magersucht und Bulimie in Behandlung begeben haben. Alle haben sich selbst zum Ziel gesetzt, den Zuschauer für diese Themen zu sensibilisieren und Verständnis für Betroffene und Angehörige zu erzeugen. Premiere hat der Film heute in Wuppertal. Anschließend ist die Dokumentation als Bildungs- und Aufklärungsmittel auf DVD erhältlich.

Anorexia nervosa und Bulimia nervosa sind Krankheitsbilder, die häufig in der Öffentlichkeit diskutiert werden. Oft werden allein medial verbreitete Schönheitsideale angeprangert, dabei sind es meist tiefer liegende psychische Probleme, die eine Essstörung auslösen können. So kann eine harmlose Diät irgendwann einen Suchtcharakter annehmen und über die Jahre hinweg ernsthafte Gesundheitsschäden zur Folge haben. In „Ich & Ana“ erzählen die Frauen von ihrem persönlichen Umgang mit der jeweiligen Krankheit, und wie ihre Familie und ihr Umfeld darauf reagiert haben.

Bianca etwa litt jahrelang an Anorexie. In einer Klinik für essgestörte Jugendliche entwickelte sie dann eine Bulimie, unter der sie nun seit fast zehn Jahren leidet. Bianca beschreibt authentisch den Teufelskreis und die Abwärtsspirale ihrer Sucht. Kathi leidet unter Magersucht und war lange Zeit Teil der Internetbewegung „Pro Ana“(für Anorexia nervosa, Anm. d. R.). Pro-Ana-Seiten verbreiten sich seit Jahren zunehmend im Netz: In Blogs und Foren hungern Magersüchtige gemeinsam. Teilweise mit dem sogenannten Ziel: „Ana till the end“ - magersüchtig bis in den Tod. Kathi beschreibt, wie sie sich aus dieser Szene wieder befreien konnte. Elena leidet dagegen ist seit Jahren an Bulimie. Sie erzählt von ihrer persönlichen Methode, mit ihrer Krankheit zu leben. Dabei begegnet sie dem Druck, Mutter und zugleich Bulimikerin zu sein.

Das Medienprojekt Wuppertal realisiert seit 1992 Modellprojekte aktiver Jugendvideoarbeit unter dem Motto „das bestmögliche Video für das größtmögliche Publikum“.  Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 14–28 Jahren werden bei ihren eigenen Videoproduktionen unterstützt, ihre Videos im Kino, in Schulen, Jugendeinrichtungen etc. in Wuppertal präsentiert und als Bildungsmittel bundesweit vertrieben. Die Formen der Filme sind Reportagen, Spielfilme, Trickfilme, Computeranimationen, Experimentalfilme und Musikclips. Im Rahmen der Arbeit des „Medienprojektes“ werden jedes Jahr ca. 100 Videos von 1000 aktiven Teilnehmern produziert. Die Videos haben in Wuppertal je ca. 5000 bis 8000 jugendliche Zuschauer.

Der Kaufpreis für diesen Film liegt bei 30 Euro, Ausleihe 10 Euro, Preis V & Ö 50 Euro - 60 Min. (plus 50 Min. Bonus), freigegeben ab 0 Jahren.

Quelle: Medienprojekt Wuppertal

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