Ernährungsumschau
© Skripko levgen/123rf.com
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Forschungsprojekt MILE: Vermittlung von Ernährungswissen an Jugendliche über digitale Medien

  • 18.12.2013
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Smartphones und Tablet-PCs sind bei Kindern und Jugendlichen beliebt. Die Landesinitiative Blickpunkt Ernährung will junge Erwachsene verstärkt über das Web 2.0 ansprechen. Das Ziel ist es, Jugendliche dazu zu bringen, sich mehr zu bewegen, sich vor Ort über die Lebensmittelherstellung zu informieren und genussvolles, ausgewogenes Essen zu entdecken. Das Forschungsprojekt MILE (Move – Interact – Learn – Eat) läuft an den Pädagogischen Hochschulen Karlsruhe und Ludwigsburg.

Studenten der PH Karlsruhe und Ludwigsburg haben mit Experten des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz (MLR) nach aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen erste erlebnisorientierte Lernangebote entwickelt. Entstanden sind digitale Bildungsrouten, bei denen Kinder und Jugendliche QR-Codes suchen, mit ihren Smartphones oder Tablet-PCs einscannen und dabei Quizfragen beantworten. So können Jugendliche sehen, wie Lebensmittel entstehen und deren Wert besser einschätzen.

„Das aktive Erkunden der Wertschöpfungskette vor Ort, der Zugriff auf digitale Informationen oder Filme sowie die Möglichkeit, selbst Inhalte vor Ort zu erstellen und mit anderen zu teilen, kann für Jugendliche attraktiv sein. Auf diese Weise dienen die Endgeräte nicht nur als Unterstützung von Lern- und Informationsangeboten vor Ort, sondern sie können das Interesse an zeitgemäßen Technologien nutzen, um Inhalte der Verbraucherbildung zu transportieren“, so Prof. Dr. Steffen SCHAAL von der PH Ludwigsburg.

Das Forschungsprojekt MILE soll nun eine landesweite Plattform aufbauen, mit deren Hilfe digitale Lern- und Informationsangebote für Jugendliche und Multiplikatoren entwickelt und verfügbar gemacht werden können. Neben der Plattformentwicklung trägt das Projektteam zur fachdidaktischen Forschung der Ernährungs- und Verbraucherbildung im Bereich der Nutzung von außerschulischen Lernangeboten mit digitaler Unterstützung bei.

„Die Ernährungs- und Verbraucherbildung macht die Lebenswelt und die Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler zum Gegenstand des Unterrichts. Damit bleibt sie auch an den Fragen der Zielgruppe dran. Gleichzeitig werden Lernprozesse über neue Erfahrungsräume anstoßen: Begegnungen mit den Tieren auf dem Bauernhof, Gespräche mit Berufsträgern wie dem Müller oder der Müllerin, dem Blick in die Backstube etc. Damit bekommen Jugendliche einen persönlichen Bezug zur Herkunft unserer Nahrung, der Neugier und Nachfragen weckt. Das ist die beste Grundlage für alltagsrelevantes Lernen“, betonte Prof. Dr. Silke BARTSCH, PH Karlsruhe.

Die Karlsruher Mehlspur ist als Beispielprojekt dauerhaft zugänglich und abrufbar unter: wikis.zum.de/inquibidt/Karlsruher_Mehlspur. Quelle: Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden Württemberg (MLR), Pressemeldung vom 23.11.2013 (18.12.13)

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