Ernährungsumschau

3. Diskursrunde Grüne Gentechnik

  • 19.06.2002
  • News
  • Redaktion

Mögliche Beiträge der Gentechnik für eine bessere Ernährung und Gesundheit der Bevölkerung sowie zur Verbesserung von Verfahren der Lebensmittelerzeugung und -verarbeitung waren Thema der dritten Diskursrunde "Nutzen und Risiken für Verbraucher und Produzenten", die am 11.und 12. Juni in Magdeburg stattfand.

Im Mittelpunkt der Diskussion des Themenblocks "Gesunde und sichere Ernährung" stand die Frage, worauf heutige ernährungsbedingte Probleme und Erkrankungen in Deutschland zurückzuführen sind. Einigkeit bestand darüber, dass vorwiegend falsche Konsum- und Ernährungsgewohnheiten die Ursache darstellen. Auch eine praktikable Kennzeichnung und zuverlässige Verbraucherinformationen wurden von allen Teilnehmenden übereinstimmend gefordert. Zentraler Streitpunkt blieb die Frage, ob gentechnisch veränderte Lebensmittel die Gesundheit verbessern können.

Zum Thema "Sicherheit und Haftung" wurde die Frage diskutiert, was in diesem Zusammenhang eine Eigentumsverletzung und somit ein haftungsbegründender Schaden ist. Einerseits wurden bereits bei einer eingeschränkten Vermarktbarkeit - z. B. von Bioprodukten - Schäden angenommen. Andererseits wurde darauf verwiesen, dass der Nachweis von gentechnischen Veränderungen im Ernteprodukt an sich noch keinen entschädigungspflichtigen wirtschaftlichen Schaden darstellt, für den gehaftet werden muss. Umstritten blieb auch, ob das bestehende Haftungsrecht ausreicht oder verschärft werden muss.

Welche Perspektiven sich im globalen Kontext für den Einsatz der Grünen Gentechnik ergeben, wurde von den Referenten im Themenblock "Welternährung" vom Grundsatz her ähnlich beantwortet: Entscheidend seien die soziostrukturellen Rahmenbedingungen. Die Gentechnologie sei eine Technologie unter weiteren, die unter geeigneten Voraussetzungen Beiträge zu einer Verbesserung der Welternährung leisten kann.Eine Kurzfassung der Expertenreferate kann unter www.transgen.de/diskurs/ abgerufen werden. 19.06.02

Das könnte Sie interessieren
Frau nimmt Tablette. © Olha-Tsiplyar / iStock / Thinkstock
Mehr als 250 Milligramm Magnesium pro Tag nicht empfehlenswert weiter
Freut sich auf die neue Aufgabe: Dr. Andrea Lambeck. © Hans G. Ziertmann
Dr. Andrea Lambeck wechselt von der peb e. V. zum VDOE weiter
© ra3rn / iStock / Thinkstock
Ohne Quallenangabe weiter
Die Teilnehmer der Studie sollen im Abstand von vier Wochen zwei anonyme Online-Befragungen ausfüllen. © golubovy / iStock / Thinkstock
Behandlung von Menschen mit chronischen Erkrankungen verbessern weiter
Sender und Empfänger: Durch Ernährungskommunikation werden auch Werte und Einstellungen in Bezug auf Nachhaltigkeit vermittelt. © RyanKing999 / iStock / Thinkstock
Fortbildung zu chronisch-entzündlichen Erkrankungen weiter
Bei Reis und Reisprodukten kann eine Arsenbelastung nicht gänzlich vermieden werden. © HandmadePictures / iStock / Thinkstock
Verbraucherschützer kritisieren Baby-Produkte weiter