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Dr.-Werner-Fekl-Förderpreis für klinische Ernährung

  • 19.07.2013
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  • Redaktion

Zum zwölften Mal wurde 2013 der Dr.-Werner-Fekl-Förderpreis für klinische Ernährung verliehen. Der mit 5000 € dotierte Preis wird jährlich von Nutricia GmbH Deutschland ausgelobt und an Nachwuchswissenschaftler verliehen, die im Bereich klinische Ernährung forschen. Prämiert wurden in diesem Jahr Priv. Doz. Dr. Kristina NORMAN aus Berlin, die den Einfluss von Mangelernährung bei Leberzirrhose untersuchte, und Dr. Ulrike MÜTZE aus Leipzig für ihre Forschung rund um die Effekte der lebenslangen phenylalaninarmen Diät bei Phenylketonurie.

 Die Preisverleihung fand am 7. Juni im Rahmen der Dreiländertagung „Ernährung 2013“ in Zürich in der Schweiz statt. Der Dr.-Werner-Fekl-Preis wurde in diesem Jahr an zwei Wissenschaftlerinnen verliehen, die innerhalb des Themengebiets der klinischen Ernährung in sehr unterschiedlichen Bereichen forschen.

Priv. Doz. Dr. Kristina NORMAN aus Berlin hat in ihrer Studie „Increased intestinal permeability in malnourished patients with liver cirrhosis“ untersucht, ob Patienten mit einer Leberzirrhose unter vermehrter Permeabilität des Darms leiden, bei der als Folge u. a. pathogene Keime in die Blutbahn gelangen können. Wichtig war ihr herauszufinden, ob eine krankheitsassoziierte Mangelernährung diese Permeabilität zusätzlich beeinflusst. Sie konnte zeigen, dass die Permeabilität sowohl des Dünndarms wie auch des Dickdarms bei allen Patienten mit Leberzirrhose erhöht ist, bei mangelernährten Patienten war die intestinale Permeabilität noch stärker erhöht. Damit liegt bei Mangelernährung eine stärker gestörte Darmbarriere vor, was u. a. dazu führt, dass eine Mangelernährung bei Leberzirrhose die Prognose verschlechtert und deshalb vermieden werden sollte.

Dr. Ulrike MÜTZE aus Leipzig zeigte in ihrer Arbeit „Metabolomics of dietary fatty acid restriction in patients with phenylketonuria“, dass die lebenslang notwendige phenylalaninarme Diät bei Patienten mit Phenylketonurie auch den Fettstoffwechsel beeinflusst. Die sehr restriktive Diät muss lebenslang eingehalten werden. So ist es verständlich, dass auch die Versorgung mit wichtigen Nährstoffen eingeschränkt wird. Dr. MÜTZE kam zu dem Ergebnis, dass die Diät den Fettsäurestoffwechsel in vielen biochemischen Details verändert. Die weiteren Auswirkungen dieser Veränderungen bei lebenslanger phenylalaninarmer Diät auf die langfristige Gesundheit der Patienten sollen in weiteren Studien untersucht werden. Quelle: Nutricia GmbH, Pressemeldung vom Juli 2013 (19.07.13)

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