Ernährungsumschau

Auf Händewaschen und Lappenwechsel kommt es an: Kongress zu Hygieneanforderungen in Kindertagesstätten und Schulen

  • 21.12.2006
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  • Redaktion

Kinder lernen am besten mit Lebensmitteln umzugehen, wenn sie von klein auf bei der Zubereitung von Speisen mithelfen dürfen. Dies im Einklang mit den Hygienevorschriften auch im Kindergarten und in der Schule zu tun, dazu ermutigte Minister Eckhard Uhlenberg vom nordrhein-westfälischen Umwelt- und Landwirtschaftsministerium die rund 1200 Teilnehmer aus Kindertagesstätten, Offenen Ganztagsschulen und von Trägern der Wohlfahrtsverbände bei einer Fortbildungsveranstaltung in der Dortmunder Westfalenhalle am 5. Dezember 2006. Schulen sind Lebensmittelunternehmen.

Mit Inkrafttreten des neuen EU-Hygienerechts Anfang 2006 sind Lebensmittelunternehmer für die Sicherheit der angebotenen Lebensmittel verantwortlich. Auch Kindertagesstätten und Schulen gelten gemäß aktueller Gesetzeslage als Lebensmittelunternehmer und müssen für die ausreichende hygienische Sicherheit der abgegebenen Speisen sorgen. Da Kinder wie Ältere und Kranke meistens besonders empfindlich auf Krankheitserreger reagieren, empfahl der Minister, die gesetzlich geforderten hygienischen Qualitätssicherungsmaßnahmen wie eine gute Hygienepraxis, den Aufbau eines betriebseigenen Kontrollsystems nach HACCP, regelmäßige Mitarbeiter-Hygieneschulungen und Belehrungen gemäß Infektionsschutzgesetz und deren Dokumentation unbedingt einzuführen. Auf hygienisch kritische Speisen, z. B. Salat mit selbsthergstellter Mayonnaise aus rohen Eiern, sollte generell und nicht nur bei Festen verzichtet werden. (21.12.06)

Weitere Informationen zu den gesetzlich geforderten Hygieneanforderungen in Kindertagesstätten und Schulen finden Sie unter www.aid.de/gemeinschaftsverpflegung/hygiene.

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