Ernährungsumschau
© Erwin Wodicka/BilderBox.com
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Grüne Gentechnik: Anbau in Entwicklungsländern steigt

  • 22.03.2013
  • News
  • Redaktion

Weltweit nimmt der Anbau von gentechnisch veränderten (gv) Pflanzen kontinuierlich zu, v. a. in Entwicklungs- und Schwellenländern. Im Jahr 2012 haben Landwirte in 28 Ländern auf 170 Mio. Hektar gentechnisch veränderte Pflanzen angebaut, das entspricht einem Anteil von 52 % und einem Zuwachs von 6 % gegenüber dem Vorjahr, informiert die Agro-Biotechnologie-Agentur ISAAA (International Service for the Acquisition of Agri-biotech Applications) in ihrem aktuellen Jahresbericht.

Die kommerzielle Nutzung konzentriert sich weiterhin auf die vier Kulturarten Soja, Mais, Baumwolle und Raps. Im Jahr 2012 lag der Anteil von gv-Soja an der gesamten Sojaerzeugung bei 81 %. Auch der Anbau von gv-Mais und gv-Raps hat zugenommen, während die Flächen mit gv-Baumwolle leicht zurückgegangen sind.

gv-Pflanzen werden v. a. in den USA angebaut (Anbaufläche im Jahr 2012: über 69 Mio. ha). Es folgen Brasilien (36,6 Mio. ha), Argentinien (23,9), Kanada (11,6), Indien (10,8) und China (4,0). Auch aus Paraguay, Südafrika, Pakistan, Uruguay und Bolivien wird von Flächen über 1 Mio. Hektar berichtet. Die größten Zuwächse gab es mit 21 % in Brasilien, das auch eines der führenden Agrarexportländer der Welt ist. In Südafrika hat der Anbau von gv-Mais, -Soja und -Baumwolle ebenfalls zugenommen, während er in Kolumbien, Ägypten und Rumänien zurückgegangen ist. Die Länder Sudan und Kuba haben im Jahr 2012 erstmals biotechnologische Nutzpflanzen angebaut.

In Europa hingegen spielen gv-Pflanzen in der Landwirtschaft kaum eine Rolle. Die kommerzielle Nutzung der Grünen Gentechnik konzentriert sich auf Spanien und Portugal. Hier wurde im Jahr 2012 auf einer Fläche von 116 000 bzw. 9000 ha eine gv-Maissorte angebaut. Kleinere Flächen gab es in Polen, Tschechien, Slowakei und Rumänien. Im Jahr 2012 haben Deutschland, Schweden und Polen den Anbau von gv-Pflanzen eingestellt. Weitere Informationen: ISAAA Brief 44-2012. Quelle: aid infodienst, Pressemeldung vom 27.02.2013 (22.03.13)

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