Ernährungsumschau

Schwarzer Tee: Auch mit Milch reich an sekundären Pflanzenstoffen

  • 22.10.2007
  • News
  • Redaktion

Je länger schwarzer Tee zieht, desto höher der Gehalt an wertvollen Polyphenolen. Diese sekundären Pflanzenstoffe wirken vermutlich Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie Krebs entgegen und stärken das Immunsystem. Ein Schuss Milch im Tee beeinträchtigt diesen positiven Effekt offenbar nicht. So lautet das Fazit einer Studie der Universität von Aberdeen, Schottland.

Die Wissenschaftler ließen je drei Gramm schwarzen Tee unterschiedlicher Hersteller für drei, fünf, sieben und zehn Minuten in 300 Milliliter frisch gekochtem Wasser ziehen. Anschließend wurden die Proben auf den Gehalt an bestimmten Polyphenolen untersucht. Je länger der Aufguss, desto höher der Gehalt an diesen Wirkstoffen im Getränk. Nach etwa sieben Minuten wurde ein Maximalwert erreicht.

Zusätzlich prüften die Forscher, ob die Polyphenole nach dem Teegenuss auch im Blut nachweisbar sind. Dazu nahmen neun männliche Probanden im Abstand von einer Woche drei verschiedene Getränke zu sich: Tee mit Wasser, Tee mit Milch und als Kontrolle Wasser mit Milch jeweils im Verhältnis drei zu eins. Den Teilnehmern wurden zehn Minuten vor sowie 50, 80 und 180 Minuten nach dem Experiment Blutproben entnommen. Bei Probanden, die zwei Tassen schwarzen Tee getrunken hatten, konnten die Mediziner innerhalb von 80 Minuten eine um 20 Prozent höhere Polyphenolkonzentration im Blutplasma nachweisen. Die Zugabe von Milch setzte diesen Effekt nicht herab, wie frühere Studien hatten vermuten lassen. Weitere Untersuchungen sind jedoch notwendig, um die Ergebnisse zu untermauern.

Quelle: Journal of Agricultural and Food Chemistry, Bd. 55, Nr. 12, S. 4889, 2007 (22.10.07)

Das könnte Sie interessieren
Schwangere sitzt auf Bett. © NataliaDeriabina / iStock / Thinkstock
Schwangere sind besonders gefährdet weiter
Frau nimmt Tablette. © Olha-Tsiplyar / iStock / Thinkstock
Mehr als 250 Milligramm Magnesium pro Tag nicht empfehlenswert weiter
Freut sich auf die neue Aufgabe: Dr. Andrea Lambeck. © Hans G. Ziertmann
Dr. Andrea Lambeck wechselt von der peb e. V. zum VDOE weiter
© ra3rn / iStock / Thinkstock
Ohne Quallenangabe weiter
Die Teilnehmer der Studie sollen im Abstand von vier Wochen zwei anonyme Online-Befragungen ausfüllen. © golubovy / iStock / Thinkstock
Behandlung von Menschen mit chronischen Erkrankungen verbessern weiter
Sender und Empfänger: Durch Ernährungskommunikation werden auch Werte und Einstellungen in Bezug auf Nachhaltigkeit vermittelt. © RyanKing999 / iStock / Thinkstock
Fortbildung zu chronisch-entzündlichen Erkrankungen weiter