Ernährungsumschau

Gesundheitsrisiken bei Armut und sozialer Ungleichheit

  • 22.11.2005
  • News
  • Redaktion

Im Rahmen der Gesundheitsberichterstattung des Bundes (GBE) hat das Robert Koch-Instituts kürzlich zwei Veröffentlichungen zum Thema Armut und Gesundheit herausgegeben, den GBE-Beitrag "Armut, soziale Ungleichheit und Gesundheit" und, in zweiter Auflage, das vollständig überarbeitete GBE-Heft "Armut bei Kindern und Jugendlichen".

Im Mittelpunkt des 150 Seiten umfassenden GBE-Beitrags "Armut, soziale Ungleichheit und Gesundheit" steht die Frage, inwieweit sich die in Deutschland beobachtete Auseinanderentwicklung der Lebensverhältnisse im Gesundheitsstatus der Bevölkerung widerspiegelt. Nach Kapiteln zur Datengrundlage und zu gesundheitlichen Auswirkungen von Einkommensungleichheit diskutieren die Autoren vom Robert Koch-Institut die Zusammenhänge zwischen Gesundheit und anderen zentralen Bereichen der Lebenslage, vor allem Einkommen, Bildung und Arbeit.

Ein zweiter Schwerpunkt betrifft Bevölkerungsgruppen mit besonderen gesundheitlichen Belastungen und Risiken, oftmals weil Nachteile in den Bereichen Einkommen, Bildung und Arbeit zusammentreffen. Explizit gehen die Autoren dabei auf die gesundheitliche Situation von Arbeitslosen, Alleinerziehenden sowie Migranten ein. Außerdem analysieren sie die gesundheitlichen Konsequenzen des Aufwachsens in Armut und sozialer Benachteiligung und die soziale und gesundheitliche Lage älterer Menschen.

Der GBE-Beitrag ist die vollständige Veröffentlichung einer Expertise des Robert Koch-Instituts zum Thema "Armut, soziale Ungleichheit und Gesundheit", die im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit und Soziale Sicherung entstanden ist. Die wichtigsten Ergebnisse dieser Expertise haben bereits Eingang gefunden in den zweiten Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung.

Der GBE-Beitrag "Armut, soziale Ungleichheit und Gesundheit" und das aktualisierte GBE-Heft "Armut bei Kindern und Jugendlichen" sind abrufbar unter www.rki.de und können kostenlos schriftlich angefordert werden beim Robert Koch-Institut, GBE, Seestraße 10, 13353 Berlin, E-Mail: gbe@rki.de, Fax: 01888 754-3513. (22.11.05)

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