Ernährungsumschau
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Zufriedene Absolventen/-innen der Haushalts- und Ernährungswissenschaften

  • 23.06.2014
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  • Redaktion

Eine vom VDL – Berufsverband Agrar, Ernährung, Umwelt e. V. in Auftrag gegebene Absolventenbefragung in den Haushalts- und Ernährungswissenschaften des Instituts für Agribusiness in Gießen zeigte, dass die Absolventen/-innen sind mit dem Studium grundsätzlich zufrieden sind.

Die Mobilität sowie Flexibilität der Studenten/-innen bei der Wahl des Studienortes innerhalb von Deutschland hat zugenommen. Die Studienteilnehmer waren zu 91% weiblich, größtenteils unter 30 Jahre alt sowie zum Zeitpunkt der Befragung zu ungefähr 60 % berufstätig und zu rund 20 % nicht berufstätig. Etwa 20 % von ihnen befanden sich in einem Aufbaustudium oder promovierten.

Insgesamt betrachtet sind Fachhochschulabsolventen/-innen aufgrund des größeren Praxisbezugs, mehr anwendungsorientierten Studieninhalten sowie einer besseren Betreuung der Studierenden zufriedener mit der Qualität des Studiums als Universitätsabsolventen/-innen. Die Universitäten stellen stattdessen einen größeren Bezug zur Forschung her. In diesem Zusammenhang fordern Universitätsabsolventen/-innen mehr Praxisnähe, mehr Gastvorträge aus der Wirtschaft wie auch ein besseres Verhältnis der Anzahl von Dozenten/-innen zu Studierenden. Fachhochschulabsolventen/-innen fordern eine stärkere fachliche Spezialisierung, mehr Freiheit und Flexibilität bei der Wahl ihrer Fächer sowie eine häufigere Aktualisierung der Studieninhalte.

Zum Berufseinstieg versenden Absolventen/-innen im Durchschnitt 14 klassische Bewerbungen auf Stellenanzeigen sowie sieben Initiativbewerbungen. Bereits nach ein bis zwei Vorstellungsgesprächen findet die Hälfte der Kandidaten/-innen einen Arbeitsplatz. Von den aktuell Berufstätigen stiegen 78 % der Befragten direkt in das Berufsleben ein. Der Berufseinstieg findet größtenteils in der Branche „Industrie, Handel und Handwerk“ statt. An zweiter und dritter Stelle folgen die Branchen „Dienstleistungen“ und „Bildungs- und Forschungseinrichtungen“. Wichtige Einsatzbereiche sind Qualitätsmanagement, Beratung, Lebensmittelkontrolle, Qualitätssicherung, Forschung und Entwicklung.

Die Absolventen/-innen werden ungefähr zur Hälfte befristet angestellt. Etwa 17 % der Befragten arbeiten in Teilzeit, davon nur 4,5 % auf eigenen Wunsch. Im ersten Arbeitsverhältnis sind 62 % der Absolvent/-innen klassische Angestellte. Rund 15 % haben eine untere und 8 % eine mittlere Leitungsfunktion inne. Die Einstiegsgehälter der Befragten mit einem Bachelorabschluss liegen im Bereich zwischen 20 000 und 30 000 €, für Masterabsolsolventen/-innen zwischen 30 000 und 35 000 €.

Absolventen/-innen mit mindestens einem Kind sind eher berufstätig als diejenigen ohne ein Kind. Allerdings schließen sie weniger häufig ein Aufbaustudium oder eine Promotion ab. Zusätzliche Anreize, wie das Angebot von Kinderbetreuung, werden den Befragten zum jetzigen Zeitpunkt jedoch noch selten gewährt. Flexible Arbeitszeiten (knapp 30 %) sowie die Möglichkeit zur Heimarbeit (etwa 13 %) wurden vermehrt angeboten. Ungefähr die Hälfte der Befragten gab an, keine Zusatzleistungen ergänzend zu ihrem Gehalt zu erhalten.

Die Absolventenbefragung wurde vom VDL – Berufsverband Agrar, Ernährung, Umwelt e. V. beim Instituts für Agribusiness in Gießen in Auftrag gegeben und mit finanzieller Unterstützung durch die Landwirtschaftliche Rentenbank durchgeführt. Quelle: VDL Bundesverband - Berufsverband Agrar, Ernährung, Umwelt e. V., Pressemitteilung vom 16.06.14 (23.06.14)

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