Ernährungsumschau

Hauptsaison für Wildpilze

  • 24.10.2011
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  • Redaktion

Bild: © Emmi/Fotolia

Der Herbst mit seinem feuchten Boden und Sonnenschein bietet ideale Bedingungen für aromatische Wildpilze, die sich bei Sammlern und Feinschmeckern großer Beliebtheit erfreuen: Pfifferlinge, Steinpilze, Morcheln aber auch Maronenröhrlinge zählen zu den klassischen Vertretern. Die hohe Feuchtigkeit in diesem Sommer verspricht eine gute Pilzpopulation – ein gutes Jahr also für Einsteiger.

Wer allerdings selbst im Wald nach „Schwammerln“ Ausschau halten möchte, sollte besondere Vorsicht walten lassen, denn zahlreiche Pilze können Vergiftungen hervorrufen, die bei einigen tödlich sind. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) gibt daher Tipps rund um das Sammeln, Zubereiten und Aufbewahren, damit die Freude auch nach dem Pilzgenuss ungetrübt ist. Die wichtigste Regel für jeden Sammler lautet, nur Pilze zu sammeln, die eindeutig und zweifelsfrei zu bestimmen sind. Allein mit einem Bestimmungsbuch zu sammeln, kann mit einer Pilzvergiftung enden. Am besten lernt man das Sammeln unter Anleitung eines Pilzsachverständigen. Im Zweifelsfall helfen Pilzberatungsstellen beim Bestimmen weiter.

Neben ihrem feinen Aroma sind Pilze auch hinsichtlich ihres Nährwertes interessant. Sie sind kalorienarm und reich an bestimmten Nährstoffen. Viele Pilze haben einen hohen Ballaststoffgehalt, der sogar über dem von Äpfeln liegt. Außerdem enthalten sie nennenswerte Mengen an Folat, vor allem Nelkenschwindling, Pfifferling, Stein- und Austernpilz und können damit einen Beitrag zur Folatzufuhr leisten. Eine Portion Steinpilze von 150 Gramm deckt zudem nahezu die empfohlene Zufuhr von Vitamin D.

Aufgrund des Reaktorunfalls in Tschernobyl weisen Wildpilze im Süden Deutschlands nach wie vor erhöhte Konzentrationen an Radiocäsium (Cs-137) auf. Vor allem Maronenröhrlinge und Steinpilze gelten immer noch als stark belastet. Laut Institut für Strahlenbelastung kann davon ausgegangen werden, dass die Strahlenbelastung der Lebensmittel durch das Reaktorunglück in Fukushima nicht erhöht ist. Verschiedene Pilze reichern außerdem Schwermetalle wie Cadmium oder Quecksilber an. Daher rät die DGE, nicht mehr als 250 g Wildpilze pro Woche zu essen. Quelle: Presseinformation vom 04.10.11 (24.10.11)

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