Ernährungsumschau

Aroniabeere: Warenkunde und Pflanzzeit der „Gesundheitsbeere“

  • 26.11.2010
  • News
  • Redaktion

Die Aroniabeere (Aronia melanocarpa) gewinnt immer mehr Anhänger – sowohl bei Verbrauchern als auch bei Erzeugern. Die bei uns noch wenig bekannte Beere zeichnet sich durch eine hohe Konzentration von antioxidativ wirkenden Anthozyanen aus und wird auch als Gesundheitsbeere bezeichnet.

Die Aroniabeere stammt ursprünglich aus Nordamerika. Verbreitet war sie später vor allem in osteuropäischen Ländern, wo aus den Beeren natürliche Lebensmittelfarbe gewonnen wurde. Außerdem wurde sie für die Arzneimittelherstellung verwendet. Frisch geerntet vom Strauch ist die Beere nahezu ungenießbar – sie ist herb-säuerlich und wirkt stark adstringierend. Sie ist aber verarbeitet, getrocknet, als Konfitüre oder Saft vielseitig verwendbar.

Für Obstbauern und Hobbygärtner wird die Aroniabeere zunehmend interessant. Doch mit der Kultur der Pflanze betreten Obstbauern hierzulande meist Neuland. Der Strauch selbst ist relativ anspruchslos an Standort und Klima und benötigt keinen besonderen Dünger. Er verträgt allerdings keine Staunässe und sollte nicht im Vollschatten stehen. Die Beere ist frosthart und kann auch in klimatisch ungünstigen Lagen gedeihen. Wer das im Mai blühende Wildobst kultivieren möchte, kann die Sträucher im Herbst bis vor dem ersten Frost pflanzen. Bereits im kommenden Jahr kann mit einer kleinen Ernte gerechnet werden.

Hohe Ansprüche gelten hingegen für den Erntezeitpunkt. Optimale Qualitäten für schmackhafte Gelees oder Saft können nur in einem kurzen Zeitraum mit dem richtigen Reifegrad der Beere erreicht werden. "Das Fruchtfleisch muss durchgängig die dunkel-violette Farbe der Schale und das Fruchtfleisch eine gewisse Süße haben". Im professionellen Aronia-Anbau wird der Zuckergehalt gemessen und in Grad Brix ausgedrückt (ähnlich der Oechsle-Grade beim Wein). Bei mindestens 20 Brix sollte der Wert liegen.

In Deutschland hat sich ein Betrieb in Volkmarsen-Külte auf den Anbau von Bio-Aroniabeeren spezialisiert. Mehr Erfahrungen mit dem Anbau der Aroniabeere gibt es in der österreichischen Steiermark, wo der Anbau der Gesundheitsbeere eine gewisse Tradition hat. Weitere Informationen zu den Beeren erhalten Sie unter www.aroniabeere.de. Quelle: aid (26.11.10)

Das könnte Sie interessieren
Gerstenfeld. © GYRO PHOTOGRAPHY/amanaimagesRF / Thinkstock
Gesundheitliches Potenzial von β-Glucan aus Gerste und Hafer weiter
Zwei Weintrinker. © Jupiterimages / Goodshoot / Thinkstock
Deutsches Krebsforschungszentrum veröffentlicht ersten Alkoholatlas weiter
Fast 80 Prozent der Teilnehmer gaben an, Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen. © baloon111 / iStock / Thinkstock
Veganer haben breites Ernährungswissen – Risikokommunikation dennoch erforderlich weiter
Die individuelle Ernährung kann ein entscheidender Faktor für das Depressionsrisiko sein. © Marjan_Apostolovic / iStock / Thinkstock
Neuer Risikoindex für Depressionen entwickelt weiter
Sportsachen und Lebensmittel. © ProPHN
Beeinflussen wir die Ernährung oder die Ernährung uns? weiter
Als „Superfood“ feiert Ingwer aktuell ein Comeback. © Wavebreakmedia Ltd / Wavebreak Media / Thinkstock
Ernährungstrends, Heilmittel-Richtlinie und Ingwer weiter