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DONALD-Studie: Einfluss der Ernährung auf den Blutdruck junger Erwachsener

  • 26.12.2014
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Auf Grundlage der DOrtmund Nutritional and Anthropometric Longitudinally Designed Study (DONALD-Studie) wurde kürzlich untersucht, welche Zusammenhänge zwischen den üblichen Verzehrmengen an Kochsalz sowie Obst und Gemüse in der Endphase des Jugendalters und dem Blutdruck im jungen Erwachsenenalter bestehen. Die Ergebnisse zeigen: Junge Männer und Frauen zeigen unterschiedliche Reaktionen.

Ein erhöhter Blutdruck zählt zu den bedeutsamsten Risikofaktoren für kardiovaskuläre und renale Erkrankungen. Der Blutdruck im Kindesalter zeigt bereits einen deutlichen Zusammenhang zum späteren Auftreten eines Bluthochdrucks und insbesondere im Zeitraum der Adoleszenz ist der altersabhängige Blutdruckanstieg besonders ausgeprägt. Interventions- und Beobachtungs¬studien konnten zeigen, dass eine erhöhte Obst- und Gemüsezufuhr sowie eine Reduktion des Salzkonsums zu einer deutlichen Blutdrucksenkung im Erwachsenenalter führen können. Es wird angenommen, dass diese Ernährungsfaktoren möglicherweise auch für die kurz- und langfristige Blutdruckentwicklung von Kindern und Jugendlichen eine Rolle spielen.

Auf Grundlage der DONALD-Studie wurde nun untersucht, welche Zusammenhänge zwischen den üblichen Verzehrmengen an Kochsalz sowie Obst und Gemüse in der Adoleszenz und dem Blutdruck im jungen Erwachsenenalter bestehen und ob sich bei der gleichzeitigen Berücksichtigung beider Ernährungsgrößen diese Zusammenhänge möglicherweise abschwächen. In die Analyse wurden Daten von 206 DONALD-Teilnehmern (98 Frauen, 108 Männer) eingeschlossen, für die neben einer Messung des systolischen und diastolischen Blutdrucks im jungen Erwachsenenalter (18–25 Jahre) drei plausible 3-Tage-Wiege-Ernährungsprotokolle, drei Sammlungen des 24-Stunden-Urins sowie drei Blutdruckmessungen im Alter zwischen 11 und 16 Jahren vorlagen.

In multivariablen Regressionsanalysen zeigte sich auch nach Adjustierung für sozio-ökonomische, frühkindliche und Ernährungsfaktoren (einschließlich der verzehrten Obst- und Gemüsemenge) ein möglicherweise zu erwartender Zusammenhang zwischen Kochsalzzufuhr und systolischem Blutdruck bei den männlichen Studienteilnehmern, wobei diejenigen jungen Männer mit der höchsten Kochsalzzufuhr im Jugendalter im Mittel einen leicht höheren systolischen Blutdruck aufwiesen als diejenigen mit der niedrigsten Zufuhr. Bei Frauen fand sich kein entsprechender Zusammenhang. Eine höhere Obst- und Gemüsezufuhr war hingegen – auch nach Berücksichtigung der Kochsalzzufuhr – mit niedrigeren systolischen Blutdruckwerten bei jungen Frauen assoziiert, während diese Ernährungsgröße bei den männlichen Teilnehmern keinen Einfluss zeigte. Für den diastolischen Blutdruck im jungen Erwachsenenalter fand sich bei beiden Geschlechtern kein konsistenter Zusammenhang zu der Ernährung im Jugendalter. Die beobachteten Zusammenhänge zwischen Ernährung in der Adoleszenz und dem späteren Blutdruck wurden durch zusätzliche Berücksichtigung des BMI im Erwachsenenalter nur wenig verändert.

Die Ergebnisse der Analysen legen nahe, dass die Ernährung in der Adoleszenz bei jungen gesunden Erwachsenen einen Einfluss auf die Höhe des systolischen Blutdrucks haben könnte. Ob die im DONALD Studienkollektiv gefundenen geschlechtsspezifischen Assoziationen auch in anderen Populationen bestätigt werden können, bleibt abzuwarten.

Weitere Informationen zur DONALD-Studie hier

www.fke-do.de/

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