Ernährungsumschau
© Universität Hohenheim / Oskar Eyb
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DAAD: Hohenheimer Food Security Center weiter gefördert

  • 28.01.2015
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  • Redaktion

Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) fördert den Food Security Center an der Universität Hohenheim weitere fünf Jahre. Angesichts der desolaten Ernährungslage in der Welt hält der Leiter des Zentrums, Prof. Dr. Hans Konrad Biesalski, den weltweiten und fächerübergreifenden Austausch im Bereich Ernährungssicherung auch in Zukunft für unerlässlich.

Das Food Security Center (FSC) war das erste Zentrum in Deutschland, das sich ausschließlich mit Ernährungssicherung beschäftigt: Seit 2009 bündelt das FSC die Forschung in diesem Bereich, nachdem die Universität Hohenheim den DAAD-Wettbewerb Hochschulexzellenz in der Entwicklungszusammenarbeit gewonnen hatte. Der DAAD hat die Förderung über das Programm Exceed bis Ende 2019 verlängert und unterstützt das FSC mit insgesamt fünf Millionen Euro.

Am FSC forschen rund 100 Wissenschaftler aus den Agrar-, Natur-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften mit besonderer Tropen-Kompetenz. Sie kooperieren mit Universitäten und Forschungszentren in Afrika, Asien und Lateinamerika. Außerdem arbeitet das FSC mit der Initiative „Eine Welt ohne Hunger“ des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung zusammen. Mit anderen deutschen Hochschulen soll das Netzwerk zukünftig weiter ausgebaut werden. Forschungsthemen sind neben der Verfügbarkeit von Lebensmitteln auch der Zugang zu diesen und ihre Verwendung, aber auch Qualität und Sicherheit von Lebensmitteln sowie deren Verwertung. Besonders wird dabei auf die Rolle der Geschlechter und der Nachhaltigkeit des landwirtschaftlichen Produktionsprozesses und der Wertschöpfungsketten Bezug genommen.

Auch in Zukunft wird sich das FSC auf zwei Standbeine stützen: die Ausbildung von Doktoranden und Stipendiaten sowie die Forschung. Das soll in der zweiten Förderperiode noch stärker an den Bedarf in den jeweiligen Ländern angepasst werden. Elementar ist dafür der gegenseitige Austausch mit den Partnern.

www.uni-hohenheim.de

Hinweis:

Der 2. Internationale Kongress Hidden Hunger, der sich mit der Problematik der Mangelernährung in Schwangerschaft und früher Kindheit befasst, findet vom 3.bis 6. März 2015 an der Universität Hohenheim statt.

Foto: Universität Hohenheim / Oskar Eyb

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