Ernährungsumschau

47. Wissenschaftlicher Kongress der DGE fokussierte ernährungsassoziierte Erkrankungen

  • 29.03.2010
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  • Redaktion

Mehr als 600 Ernährungswissenschaftler, Ernährungsmediziner und Experten angrenzender Disziplinen begrüßten die Wissenschaftlichen Leiter Dr. Volker BÖHM und Prof. Dr. Peter STEHLE des Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena. Schwerpunktthema der Tagung sind ernährungsassoziierte Erkrankungen wie Arteriosklerose, Krebs oder Rheuma.

Plenarreferent Dr. Patrick BOREL von der Universität Aix-Marseille stellte Ergebnisse zur Bioverfügbarkeit von Carotinoiden vor. Er untersuchte, wie stark genetische Aspekte deren Resorption beeinflussen. Carotinoide wie ß-Carotin, Lycopin, Lutein oder Zeaxanthin sollen nicht nur das Risiko für die Entstehung von Krebserkrankungen senken. Schon länger wird vermutet, dass sie auch das Risiko für die altersbezogene Makula-Degeneration (AMD) senken können, einer krankhaften Veränderung des gelben Flecks (der Punkt des schärfsten Sehens) der Augennetzhaut. „Die AMD zählt in den westlichen Industrienationen zu den häufigsten Ursachen für Sehbehinderungen. Neben genetischen spielen auch Ernährungsfaktoren bei der Pathogenese eine Rolle", berichtet Dr. Volker BÖHM, Universität Jena.

Der Kongress richtete sich speziell an junge Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen, die Gelegenheit hatten, ihre ersten oder auch fortgeschrittenen Arbeiten vor einem größeren Plenum zu präsentieren und zu diskutieren. In Jena stellten 140 Referenten in 60 Vorträgen und 87 Postern ihre Ergebnisse aus der ernährungswissenschaftlichen Forschung vor. In einer Pro- und Contra-Runde diskutierten Experten über Sinn und Nutzen von Antioxidanzien auch über die Nahrungszufuhr hinaus.

Ein Novum auf dem Kongress sind Minisymposien, auf denen zur Pathogenese der Arteriosklerose, zu Inflammatorischen Erkrankungen sowie diskutierten Schutzwirkungen sekundärer Pflanzenstoffe auf Krebs, Herz-Kreislauf-Krankheiten und AMD über aktuelle Forschungsergebnisse referiert wurde. Weitere Informationen finden Sie unter: www.dge.de/modules.php Quelle: Deutsche Gesellschaft für Ernährung (29.03.10)

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