Diät-Tipps in Zeitschriften eher schädlich als nützlich

  • 30.01.2007
  • News
  • Redaktion

Mädchen, die auf Diät-Tipps in Illustrierten vertrauen, zeigen später besonders häufig ungesundes Essverhalten. Das lassen Ergebnisse der amerikanischen Langzeitstudie „Eating among Teens“ (EAT) vermuten. Die Wissenschaftler hatten mehr als 2.500 Teenager über einen Zeitraum von fünf Jahren hinweg beobachtet. Sie bestimmten den Körpermassenindex (BMI) und befragten die jungen Probanden zu ihren Essgewohnheiten. Zudem wollten die Forscher wissen, wie oft die Teenager Zeitschriftenartikel zu Diät und Gewichtsabnahme lasen.

Das Ergebnis: Mädchen, die regelmäßig Diät-Tipps in Magazinen verfolgen, achten mehr auf ihre Figur. Dabei zeigen sie doppelt so häufig auch ungesundes Essverhalten wie das Auslassen von Mahlzeiten und übertriebenes Fasten, um das Körpergewicht zu kontrollieren. Zudem waren Erbrechen und die Einnahme von Abführmitteln bei diesen Leserinnen sehr verbreitet. Für männliche Jugendliche ließ sich kein Zusammenhang feststellen. Auf das Körpergefühl und andere psychische Aspekte hatten die Medienberichte offenbar keinen Einfluss. (30.01.07)
Quelle: Pediatrics, Bd. 119, Nr. 1, S. e30-e37, 2007

Das könnte Sie interessieren
gezeichnete Menschen in unterschiedlichen Essumgebungen
Wie Ernährungsumgebungen in grafischen Modellen dargestellt werden weiter
Wenn Gene den Hunger bestimmen weiter
Würfel mit den Buchstaben B. M, I
Neuer BMI deckt versteckte Stoffwechselstörung auf weiter
Frauenhände greifen nach Gemüse, Hintergrund ist eine Küche
Lehrküchenkonzepte in deutschen Reha-Einrichtungen weiter
Mehlwürmer
Insekten als Lebensmittel der Zukunft? weiter
Einkaufswagen im Supermarkt
Einkaufen für die Wissenschaft: Uni Bonn eröffnet experimentellen Supermarkt weiter