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Lebensgefährliche Nussallergie – Eltern gründen Verein „Nuss/Anaphylaxie Netzwerk (NAN) e.V.“

  • 30.06.2014
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  • Redaktion

Schon der Hauch einer Nuss kann bei einer Allergie gegen Erd- oder Baumnüsse lebensbedrohend sein. Eine wirksame Therapie gegen diese besonders schwere und oft lebenslang bestehende Lebensmittelallergie gibt es noch nicht. Vor allem für betroffene Kinder stellt der Alltag eine besondere Herausforderung dar, denn Süßigkeiten und Lebensmittel mit „Spuren von Nüssen“ lauern überall. Jetzt haben Eltern zur Unterstützung von Betroffenen den Verein „Nuss/Anaphylaxie Netzwerk (NAN) e. V.“ gegründet.

Der Restaurantbesuch, das Schulessen oder die Erdnussflips zum Naschen können schnell zum ernsthaften Problem werden. Daneben können Spuren von Erd- oder Baumnüssen produktionsbedingt auch in eigentlich allergenfreie Lebensmittel geraten. Da die Spurenkennzeichnung aus Sicht der Betroffenen nicht ausreichend gesetzlich geregelt ist, besteht ein ständiges Risiko für Betroffene, versehentlich das Allergen zu sich zu nehmen. Häufig reicht der Kontakt mit kleinsten Allergenmengen aus, um eine lebensbedrohende allergische Reaktion, eine sogenannte Anaphylaxie, auszulösen. Immer wieder kommt es dabei zu Todesfällen.

Notfallmedikamente, zu denen u. a. eine lebensrettende Adrenalin-Fertigspritze gehört, müssen daher von Betroffenen ständig mitgeführt werden und Betreuungspersonen betroffener Kinder müssen mit der Anwendung der Medikamente vertraut sein. Aus diesem Grund ist es besonders wichtig, Erzieher/innen, Lehrer/innen, Familienangehörige und Freunde über das Gefahrenpotenzial und die möglichen Auslöser einer allergischen Reaktion aufzuklären und zu schulen, damit sie im Notfall richtig reagieren. Das Risiko einer Anaphylaxie kann nur durch striktes Meiden der Allergene und Allergenspuren verhindert werden, denn bis heute gibt es keine wirksame Therapie.

Der Verein Nuss/Anaphylaxie Netzwerk (NAN) e. V. setzt sich bundesweit für die Unterstützung der Betroffenen und die Verbesserung ihrer Lebensbedingungen ein. Einen Schwerpunkt der Vereinsarbeit bildet die Aufklärung und Beratung im Umgang mit der Allergie für Betroffene, Eltern, Kitas oder Schulen. Eine Facebook-Initiative mit mehreren hundert Mitgliedern hat bereits einige regionale Selbsthilfegruppen hervorgebracht. Alle Informationen zu dem Verein gibt es unter www.nussallergie.org. Quelle: Nuss/Anaphylaxie Netzwerk (NAN) e. V., Pressemeldung vom 13.06.2014 (30.06.14)

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