Tumorerkrankungen: Omega-3-Fettsäuren Strahlentherapie

Für Krebspatienten, die sich einer Strahlentherapie unterziehen müssen, kann die Gabe einer speziellen künstlichen Ernährung die Höhe des für das Tumorwachstum relevanten Entzündungsmarkers Prostaglandin E2 innerhalb einer Woche mindern.

Insgesamt erhielten 38 Patienten an der Klinik für Tumorbiologie der Universität Freiburg (die Hälfte mit Brust- und ein Viertel mit Prostatakrebs) täglich 400 ml einer speziellen künstlichen Trinknahrung, die einen hohen Gehalt an Eiweiß und der essenziellen Aminosäure Leuzin hatte sowie mit den Omega-3-Fettsäuren Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA) und immunmodulierenden Oligosacchariden angereichert war. Die Kontrollgruppe erhielt eine künstliche Ernährung mit gleichwertiger Kalorienzahl, jedoch ohne die speziellen Zutaten.

Bereits nach einer Woche zeigte sich, dass die Patienten, die die angereicherte Nahrung erhielten, einen signifikant höheren Wert von EPA und DHA in den Zellmembranen der Leukozyten hatten als die Kontrollgruppe. Auch die Höhe des Entzündungsmarkers PGE2 ging zurück.

Nach diesen Beobachtungen sind mit dem neuen Supplement möglicherweise klinisch relevante Stoffwechselwirkungen bereits nach einer Einnahmezeit von wenigen Tagen zu erwarten. Dies ist von Bedeutung für das Design weiterer klinischer Studien zur Wirksamkeit der Spezialnahrung bei Tumorpatienten. Ansprechpartner: Klinik für Tumorbiologie Universität Freiburg, Dr. Jann Arends, arends@tumorbio.uni-freiburg.de Quelle: DGEM-Newsletter, September 2011

Den Artikel finden Sie in Ernährungs Umschau 10/11 auf Seite 528.

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