Was ist ESL-Milch? (Peer-Review-Verfahren)

Teil 1: Herstellung und Nährstoffprofil

Michael de Vrese, Kiel

Obwohl es ESL-Milch in Deutschland seit ungefähr 20 Jahren zu kaufen gibt, hat ihre flächendeckende Einführung durch große Handelsketten – häufig zu Lasten konventioneller pasteurisierter Milch – im letzten Jahr zu erheblichen Protesten von „Verbraucherschützern“ und Konsumenten geführt. Als Folge davon ließ 2009 das BMELV die Qualität von ESL-Milch untersuchen. Der folgende Artikel berichtet im 1. Teil über mögliche Nährstoffverluste und hypothetische Gesundheitsrisiken der Milcherhitzung, im 2. Teil über die Ergebnisse der ESL-Milch Studie.

Durch Hocherhitzung hergestellte „längerfrische“ ESL- Milch gibt es in Deutschland seit ca. 20 Jahren zu kaufen, ohne dass es zu nennenswerten Beanstandungen gekommen wäre. Auch haben weder theoretische Überlegungen noch die bislang vorliegenden Untersuchungsergebnisse Hinweise auf gesundheitliche Risiken und relevante Nährstoffverluste durch Hocherhitzung von Milch erbracht. Auch werden Geschmacksveränderungen durch Hocherhitzung nur von einem Teil der Konsumenten wahrgenommen.

Dennoch hat die flächendeckende Einführung von ESL-Milch durch große Discounter und Handelsketten – häufig zu Lasten konventioneller pasteurisierter Milch – im letzten Jahr zu erheblichen Protesten von „Verbraucherschützern“ und Konsumenten geführt. Diese waren vor allem auch eine Folge von unterschiedlichen Auslegungen des Frische-Begriffs, der unbefriedigenden Deklaration der „neuen“ Produkte und von Befürchtungen, ESLMilch könne die herkömmliche Frischmilch völlig verdrängen. Daher ließ das BMELV 2009 die Qualität von ESL-Milch untersuchen. Über deren Ergebnisse wird im 2. Teil des vorliegenden Artikels berichtet.

Den vollständigen Artikel finden Sie in Ernährungs Umschau 12/10 ab Seite 644.

Eingereicht: 22. 7. 2010 Akzeptiert: 27. 08. 2010

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