FKE: Reichliches Trinken kann zu Jodverlusten führen

Wer viel trinkt, sollte seine Jodversorgung im Auge behalten. Zu dieser Empfehlung kommen Wissenschaftler des Forschungsinstituts für Kinderernährung anlässlich einer aktuellen Studie. Zu reichliches Trinken kann demnach zu Jodverlusten führen.

Die Wissenschaftler des Forschungsinstituts für Kinderernährung haben untersucht, wie sich die Trinkmenge auf den Jodhaushalt auswirkt. Um sicherzustellen, dass die Jodzufuhr bei allen Teilnehmern identisch war, wurde einer Kontrollgruppe unter anderem ein strikter Ernährungsplan vorgeschrieben. Zudem durften sie nur jodarme Getränke zu sich nehmen. Das Ergebnis zeigte: Je mehr die Testpersonen tranken, desto mehr Jod schieden sie über den Harn aus. „Die Verluste sind zwar nicht groß; der durchschnittliche Jodgehalt der Getränke selbst reicht aber üblicherweise nicht, um sie auszugleichen”, betont Studienleiter Professor Dr. Thomas Remer.

Da Deutschland abgesehen von den Küstengebieten ohnehin Jodmangelregion sei, solle man dieses Ergebnis nicht auf die leichte Schulter nehmen. „Kinder und Erwachsene, die bewusst richtig – also reichlich – trinken, sollten daher ebenso bewusst auf eine jodreiche Ernährung achten.” Hierzu gehören neben Seefisch auch Milch und Milchprodukte sowie alle Lebensmittel, die gezielt mit Jodsalz hergestellt werden. Dazu zählen inzwischen auch viele Fertigprodukte wie Brot, Wurstwaren, Käse, Suppen oder Pizzen. Quelle: Forschungsinstitut für Kinderernährung (FKE), foodmonitor 04.01.2011; Johner SA, Shi L, Remer T. (2010) Higher Urine Volume Results in Additional Renal Iodine Loss. Thyroid 20(12): 1391–1397

Den vollständigen Artikel finden Sie in Ernährungs Umschau 02/11 auf Seite 63.

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