Zur Jodanreicherung in Lebensmitteln tierischer Herkunft

Gerhard Flachowsky, Braunschweig, Friedrich Schöne, Gerhard Jahreis, Jena

Jod gehört zu den Spurennährstoffen, mit denen weltweit viele Millionen Menschen nicht ausreichend versorgt sind. Daher sind umfangreiche Bemühungen zur Verbesserung der Jodversorgung notwendig. Neben der Jodierung von Speisesalz und verschiedenen anderen Lebensmitteln wird auch versucht, die Jodversorgung der Menschen zu verbessern, indem Jod dem Futter von Lebensmittelerzeugenden Nutztieren zugesetzt wird.

Durch bedarfsübersteigende Jodzulagen zum Futter der Tiere kann vor allem in Milch und Eiern der Jodgehalt erhöht werden, so dass bei Ausschöpfung der bis vor kurzem zulässigen Höchstgehalte von 10 mg Jod/kg Futter in beiden Lebensmitteln >1 000 μg Jod je kg vorkommen können.

Da andererseits auch Jodüberschüsse – vor allem nach längerfristigem Jodmangel – bei Menschen Störungen des Schilddrüsenstoffwechsels verursachen können, wurde auf EU-Ebene bei Milchkühen und Legehennen aufgrund einer Studie eine Reduzierung der zulässigen Höchstgehalte von 10 auf 5 mg/kg Mischfutter (mit 88 % T) vorgenommen.

Im Beitrag wird auf den Einfluss unterschiedlicher Joddosierungen im Futter auf den Jodgehalt der Lebensmittel tierischer Herkunft eingegangen. Infolge der unbefriedigenden Datenbasis sind weitere Dosis-Wirkungs-Versuche mit Lebensmittel erzeugenden Tieren erforderlich.

Den vollständigen Artikel finden Sie in Ernährungs-Umschau 01/06 ab Seite 17.

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