Ernährungsumschau

Ernährungsmanagement bei postoperativem Chylothorax in der Pädiatrie, Teil 2

Um einen Chylothorax (CTX) bei Neugeborenen zu diagnostizieren, reicht die makroskopische Beurteilung allein nicht aus [1]: Bei ihnen fehlt noch die milchige Farbe des Chylus, da sie noch keine Nahrung aufgenommen haben. Erst wenn die Konzentration der Triglyzeride bei > 1,1 mmol/L, die Zellzahl bei > 1 000/L und der Anteil der Lymphozyten bei > 80 % liegt, spricht man von einem CTX (=> Tabelle 1) [1].

Einsatz von MCT-Fetten

MCT-Fette bestehen aus 6.10 Kohlenstoffatomen und werden im Gegensatz zu langkettigen Triglyzeriden (LCT) direkt von den Mukosazellen des Dünndarms ohne Gallensäuren und Lipasen resorbiert. Nach der Resorption gelangen sie über die Lymphe in das Pfortaderblut. Daher eignen sich MCT-Fette für den Einsatz in der CTX-Therapie. Die MCT-Diät hat eine Ergussentlastung zum Ziel und gehört neben einer Drainagenlage zur Basistherapie des CTX [2]. Sie wird auch als konservative Therapie bezeichnet [3]. Wahrend der MCT-Diat wird die Menge des Ergusses ständig überprüft. Kann man eine Ergussreduktion von < 10 mL/kg Körpergewicht (KG) innerhalb von 24 h nachweisen, ist es gerechtfertigt, die Basistherapie zur Rezidivprophylaxe noch für mind. 1 Woche fortzusetzen [2, 4].



Die vollständige Mitteilung des VDD finden Sie auch in Ernährungs Umschau 4/2017 auf Seite M230 bis M231.

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