Fruktankartoffel – gesundheitsfördernde Ballaststoffe in neuartiger Knolle

Gabriele Knipp, Bernd Honermeier, Gießen

Auf Grund der präbiotischen Eigenschaften der Fruktane ist das Interesse der Lebensmittelindustrie an diesen gesundheitsfördernden löslichen Ballaststoffen in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. Fruktane werden vor allem von Getreidearten, Lauchgewächsen und Korbblütlern synthetisiert. Vor einigen Jahren ist es gelungen, auch in der Kartoffel den Syntheseweg der Fruktane, die einen Anteil von bis zu 5 % der Knollen-Trockenmasse erreichen, zu etablieren.

An der Universität Gießen wurden am Institut für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung in den Jahren 2001 bis 2003 im Rahmen der vom BMBF geförderten Sicherheitsforschung Untersuchungen zur Ertragsbildung und zur Kohlenhydrat-Zusammensetzung der Fruktankartoffel durchgeführt [26]. Die Ergebnisse zeigen, dass die transgenen Linien den gleichen Harvest-Index wie die Ausgangssorte Désirée erzielten.

In den Knollen der Fruktankartoffel wurde ein Fruktangehalt von bis zu 3 % der TM nachgewiesen, der negativ mit dem Stärkegehalt der Knollen korrelierte. Die beobachteten Veränderungen sind nach der Richtlinie 2001/18/EG als zu vernachlässigend einzustufen. Bis die Fruktankartoffel auf dem Markt als „funktionelles Lebensmittel“ angeboten werden kann, sind noch weitere Forschungs- und Entwicklungsarbeiten erforderlich.

Den vollständigen Artikel finden Sie in Ernährungs-Umschau 07/05 ab Seite 272.

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