Extremes Körpergewicht und Schnittstellenmanagement

Netzwerktreffen Adipositas, Ernährungsberatung/-therapie und Klinik

Bereits bei der schnellen, aber aussagekräftigen Vorstellungsrunde wurde klar, mit wie viel Elan und Lust auf Vernetzung die 65 Teilnehmer/-innen nach Frankfurt gereist waren. Nachdem kurz und knapp Organisatorisches abgehandelt war, konnte mit dem ersten Fachvortrag gestartet werden.

Körperbild und Stigma

Prof. Claudia LUCK-SIKORSKI von der SRH Hochschule für Gesundheit in Gera stellte in ihrem Vortrag „Körperbild und Stigma bei extremem Körpergewicht“ Mangelernährung sowohl am Beispiel der Anorexie als auch die Sichtweise auf Adipositas dar. Ausführlich beschrieb sie am Beispiel Anorexie, dass mit Körpersilhouetten zwar das äußere Körperbild dargestellt werden kann. Um jedoch etwas über das Körperimage – das die Wahrnehmung und Einstellung einer Person in ihrem eigenen Körper widerspiegelt – zu erfahren, müssen verschiedene Komponenten einbezogen werden. Prof. LUCK-SIKORSKI stellte heraus, dass man noch viel zu wenig über Anorexie wisse. Schließlich spielten individuelle Faktoren wie das Selbstwertgefühl, aber auch soziokulturelle Faktoren eine große Rolle. Als besondere Gefahr nannte sie die Online-Welt und die „Pro-Ana“-Bewegung (= pro Anorexie). Moden wie „thigh gap“ (Oberschenkellücke) und „Alien-Yoga“ (Bauchmuskeln in Form eines Aliengesichts) tun ihr Übriges.



Die vollständigen Mitteilungen des VDOE finden Sie auch in Ernährungs Umschau 7/17 auf Seite M412.

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