Auszeichnung - Heinrich Wieland-Preis / weitere Kurzberichte

In diesem Jahr ging der mit 25 000 € dotierte Heinrich-Wieland-Preis an Professor David J. Mangelsdorf, Howard Hughes Medical Institute des University of Texas Southwestern Medical Center, Dallas.

Der Preis wurde Anfang November an der Ludwig-Maximilians-Universität in München von Professor Nepomuk Zöllner überreicht.

Mangelsdorf erforschte die Zusammenhänge zwischen der Disregulation von Lipidspiegeln im Körper und den daraus resultierenden Stoffwechselerkrankungen. Dazu untersuchte er den Wirkungsmechanismus nukleärer Hormonrezeptoren und trägt damit zur Aufklärung des Mechanismus bei, mit dessen Hilfe ein stark erhöhter Cholesterinspiegel im Körper reduziert wird. Diese Hormonrezeptoren, zu denen die in der Leber vorkommenden LXR-Rezeptoren gehören, können als Transkriptionsfaktoren die Expression eines ganzen Gen-Netzwerkes anstoßen. Dies geschieht, sofern sie selbst durch kleine lipophile Moleküle aktiviert werden, zu denen neben Steroid- und Schilddrüsenhormonen auch die Vitamine A und D zählen.

Einige nukleäre Hormonrezeptoren schützen Körperzellen vor stark erhöhten, möglicherweise schädlichen Konzentrationen von Lipiden wie Cholesterin und Fettsäuren und spielen somit eine wichtige Rolle in der Aufrechterhaltung physiologischer Konzentrationen verschiedener Lipide. EU12/03

Weitere Kurzberichte finden Sie in Ernährungs-Umschau 12/03 ab Seite 493.

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