Anthocyane: 1,8 Mio. Euro für „Ernährungsforschung“

Christian Barth, München

Im Rahmen der BMBF-Fördermaßnahme „Ernährungsforschung – für ein gesundes Leben“ wird die Justus-Liebig- Universität Gießen zusammen mit der Forschungsanstalt Geisenheim, dem Forschungsinstitut für Kinderernährung, Dortmund, und dem Max-Rubner-Institut, Karlsruhe, für den Forschungsschwerpunkt „Anthocyane in Fruchtsäften aus Beerenobst – In vivo-Studien zu Bioverfügbarkeit und Wirkungen auf die Mikroflora“ mit einem Betrag von insgesamt 1,8 Mio. J unterstützt.

Die Koordination des Verbundprojekts liegt bei Prof. Dr. Clemens KUNZ (Institut für Ernährungswissenschaft, JLU, E-Mail: clemens.kunz@unigießen. de).

Die Schwerpunkte des Vorhabens sind Untersuchungen

  • zum Gehalt und zur Art von Anthocyanen und deren Metabolite in Beerenobst,
  • zur Bioverfügbarkeit, Metabolisierung und Wirksamkeit von anthocyanhaltigen Produkten in Tier- und Humanstudien,
  • zum Einfluss von anthocyan- und ballaststoffreichen Produkten auf die Zusammensetzung und Aktivität der Mikroflora bei gesunden Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen sowie
  • zur Erfassung der üblichen Zufuhr von Polyphenolen/Anthocyanen bei Kindern.

Die 7 Teilprojekte verfolgen das Ziel, neue lebensmitteltechnologische Verfahren bei der Herstellung von Getränken so einzusetzen, dass sekundäre Pflanzenstoffe wie Polyphenole im Endprodukt zusammen mit Ballaststoffen erhalten bleiben. Außerdem sollen Methoden für die Quantifizierung, Strukturaufklärung und Charakterisierung des Stoffwechsels von Anthocyanen etabliert werden und metabolische und funktionelle Eigenschaften von Anthocyanen in Tier- und vor allem in Humanstudien unter besonderer Berücksichtigung der Darmflora untersucht werden. 

Den Artikel finden Sie in Ernährungs Umschau 08/09 ab Seite 436, weitere Kurzberichte ab Seite 437. Beim Kauf über T-Pay erhalten Sie im PDF alle Kurz & bündig-Berichte dieser Ausgabe.

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