Ernährungsumschau

Zur Bedeutung von oxidativem Stress für die Alzheimer-Demenz

Julia Kellersmann, Brigitte Schmitz, Bonn

Zunehmend wird die Hypothese bestätigt, dass freie Radikale an Membranlipiden, Kohlenhydraten, Proteinen und Desoxyribonukleinsäure Schäden verursachen, die im Gehirn zu Neuronenuntergang und daher zu neurodegenerativen Erkrankungen führen können. Viele Faktoren begünstigen das Entstehen von freier Radikalen, d. h. von hochreaktiven Molekülen mit ungepaarten Elektronen. Die gleichzeitige Reduktion der zellulären antioxidativen Kapazität führt zu einem Übergewicht von oxidativen gegenüber antioxidativen Prozessen und damit zu oxidativem Stress, der die Schädigung von Nervenzellen auslöst. Auch bei der Entwicklung von Alzheimer-Demenz (AD) dürfte oxidativer Stress eine wichtige Rolle spielen.

Zur Bedeutung  von oxidativem Stress für die Alzheimer-Demenz

Oxidativer Stress gilt als einer der Risikofaktoren, die die Pathogenese und/oder den Verlauf der AD begünstigen können. Eine vermehrte Produktion freier Radikale im Gehirn kann durch das Aß-Peptid, AGEPs, die Spurenelemente Eisen, Kupfer und Zink sowie durch erhöhte Homocysteinspiegel ausgelöst werden. Auch der Apo-E-Allel-Status spielt eine Rolle bei oxidativen Prozessen, kann aber noch weitere, für die AD bedeutsamen Vorgänge beeinflussen, so dass das Apo-E-Allel ein Risikogen für die AD darstellt. Außerdem werden erniedrigte Konzentrationen von antioxidativ wirksamen Substanzen im Gehirn, wie Vitamin E und C, als AD-begünstigende Faktoren betrachtet. EU11/01

Den vollständigen Artikel finden Sie in Ernährungs-Umschau 11/01 ab Seite 436.

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