Die aktuelle Nährstoffversorgung von Kindern und Jugendlichen in Deutschland (Peer-Review-Beitrag)

Ergebnisse aus EsKiMo – Teil 1

Gert B. M. Mensink, Helmut Heseker, Anna Stahl, Almut Richter, Claudia Vohmann

Seitdem die auch im Kindes- und Jugendalter zunehmende Verbreitung von Übergewicht und Adipositas als bedeutsames Gesundheitsproblem öffentlich und politisch wahrgenommen wird, ist die Ernährung von Kindern und Jugendlichen zu einem zentralen Thema geworden. Dabei konnten sich die Einschätzungen des Ernährungsverhaltens der jungen Generation bisher auf nur einige regional begrenzte Studien stützen. Mit der EsKiMo-Studie ist jetzt eine aktuelle bundesweite Bestandsaufnahme verfügbar.

Im Beitrag wird ein Überblick über die Ergebnisse von EsKiMo zur Nährstoffzufuhr von Kindern und Jugendlichen gegeben. Daten zum Lebensmittelverzehr und andere Teilergebnisse werden sich in loser Folge anschließen.

In EsKiMo (Ernährungsstudie als KiGGS-Modul) wurden von Januar bis Dezember 2006 die Verzehrsgewohnheiten von insgesamt 2.506 6- bis 17-Jährigen in Deutschland erfasst. Die Studie wurde als Teil von KiGGS, dem bundesweiten repräsentativen Kinderund Jugendgesundheitssurvey durchgeführt. Die durchschnittliche Aufnahme von Energie, Fett und Kohlenhydraten entspricht in etwa den Referenzwerten. Das Verhältnis von gesättigten zu mehrfach ungesättigten Fettsäuren und das von Mono- und Disacchariden zu Polysacchariden ist jedoch nicht optimal.

Die tägliche Proteinzufuhr liegt deutlich über den Referenzwerten, Ballaststoffe werden dagegen zu wenig aufgenommen. Die Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen ist im Durchschnitt überwiegend ausreichend. Jedoch wird generell zu wenig Vitamin D und Folat und bei 6- bis 11-Jährigen zusätzlich zu wenig Calcium, Vitamin A und E und bei Mädchen außerdem zu wenig Eisen zugeführt.

Den vollständigen Artikel finden Sie in Ernährungs Umschau 11/07 ab Seite 636.

Eingereicht: 1. 10. 2007 Akzeptiert: 23. 10. 2007

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