© Pashalgnatov/iStock/Getty Images Plus
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Ernährungstherapie bei Essstörungen

Herausforderungen, Hindernisse und Stolpersteine in der Therapie mit essgestörten Patient*innen

Patient*innen, die aufgrund einer Essstörung in die Ernährungsberatungspraxis kommen, bilden in der Ernährungstherapie eine ganz eigene Gruppe. Die Ernährungssymptomatik ist stets Ausdruck grundlegenderer, im psychischen Bereich liegender Probleme. Im Therapiegespräch führt das dazu, dass Ernährungstherapeut*innen immer wieder an eigene fachliche (und eventuell persönliche) Grenzen stoßen, die gewahrt und kommuniziert werden müssen. Deswegen nimmt die Ernährungstherapie ihren Platz im multidisziplinären Therapiekonzept ein, sowohl ambulant als auch in Kliniken [1]. Der vorliegende Bericht teilt Erfahrungen aus langjähriger Beratungspraxis zu Eigenreflektion, Verhalten und Expertise der Beratungsperson und den Umgang mit essgestörten Patient*innen und gibt wertvolle Hinweise dafür, ob und unter welchen Rahmenbedingungen Ernährungstherapeut*innen diese Patient*innengruppe begleiten können.

Möchte ich Patient*innen mit Essstörungen in meiner ambulanten Ernährungstherapie aufnehmen?

„Guten Tag, beraten Sie auch bei einer Essstörung?“ – Vielleicht ist Ihnen diese Anfrage im Praxisalltag schon begegnet. Es kann gut sein, dass man als Ernährungstherapeut*in zunächst eher zurückhaltend reagiert – vielleicht aus der Sorge heraus, nicht genug über das Krankheitsbild zu wissen oder dem komplexen Geschehen nicht gerecht werden zu können. Und das ist vollkommen nachvollziehbar – ja, sogar wichtig. Denn wer als Diätassistent*in oder Ökotrophologe/Ökotrophologin mit essgestörten Patient*innen arbeiten möchte, sollte sich fundiert mit Essstörungen auskennen und erste Erfahrungen in diesem Bereich gesammelt haben. Diese Expertise entwickelt sich nicht über Nacht. Sie entsteht in einem längerfristigen Lernprozess, der nie ganz aufhört. In der Ausbildung oder im Studium haben angehende Ernährungsfachkräfte vielleicht etwas über Essstörungen gelesen oder theoretisch gelernt. Doch die Realität im Praxisalltag sieht meist ganz anders aus – und bleibt oft abstrakt, solange praktische Erfahrungen fehlen. ...



Den vollständigen Artikel finden Sie auch in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 1/2026 auf den Seiten M56 bis M63.

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