Motorische Kompetenzen von Kindern und Jugendlichen

Klaus Bös, Karlsruhe

In vielen hoch entwickelten Ländern sind angesichts von Bewegungsmangel und sportlicher Inaktivität immer mehr Kinder übergewichtig oder sogar adipös. Studien aus den USA belegen, dass ihr Anteil pro Dekade um 10 % steigt. In Europa kündigen sich ähnliche Entwicklungen an. Ursachen für die Auffälligkeiten werden vor allem in Veränderungen der Bewegungslandschaft , in Fehlernährung sowie in einer Zunahme des Medienkonsums gesehen. Wo liegen die Ursachen hierfür? Was sind die Folgen? Wie kann man erfolgreich entgegenwirken?

Von Experten unterschiedlicher Profession werden zunehmend körperliche Leistungsdefizite und motorische Auffälligkeiten unserer Schulkinder beklagt. Reviews zeigen, dass die motorische Leistungsfähigkeit der heutigen Kinder und Jugendlichen rund 10% schlechter ist als vor 25 Jahren. Wo liegen die Ursachen? Es scheint so, dass organisierter Sport die fehlende Alltagsmotorik nicht ersetzen kann. Ein Grundschulkind bewegt sich heute durchschnittlich eine Stunde pro Tag und im Jugendalter dominieren längst bewegungspassive Freizeitaktivitäten.Welche Möglichkeiten gibt es die motorischen Kompetenzen beurteilen zu können und wie kann man erfolgreich intervenieren? In diesem Beitrag wird versucht, die angesprochenen Fragen zu beantworten. Zunächst wird die Dimensionalität motorischer Kompetenzen beleuchtet. Es werden Ursachen für die Veränderung der motorischen Leistungsfähigkeit identifiziert und nachfolgend Diagnoseverfahren zur Erfassung motorischer Kompetenzen vorgestellt.

Es wird auch aufgezeigt, wie im Rahmen des nationalen Gesundheitssurveys des Robert Koch Instituts (RKI) die Motorik von Kindern und Jugendlichen erfasst wird. Zwei Beispiele für Interventionsansätze werden vorgestellt und abschließend die wichtigsten Punkte und Perspektiven in 8 Punkten zusammengefasst. Überarbeitete, erweiterte Fassung eines Vortags anlässlich der BLL-Jahrestagung „Lebensstil und Gesundheit – Ernährung und Bewegung“ am 29. April 2004 in Berlin.

Den vollständigen Artikel finden Sie in Ernährungs-Umschau 09/04 ab Seite 352.

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