Neue Kooperationsformen in der ambulanten Betreuung adipöser Kinder und Jugendlicher

Vorteile der Schwerpunktpraxis Ernährungsmedizin

Thomas Kauth

Die Zahl adipöser Kinder und Jugendlicher in Deutschland ist auf über 800 000 angestiegen (KIGGS-Studie 2002–2005; www.kiggs.de). Weniger als 1 Prozent davon werden nach den medizinischen Leitlinien der Arbeitsgemeinschaft Adipositas im Kindes- und Jugendalter (AGA) behandelt. Neue Kooperationsmodelle können die Versorgung übergewichtiger Kinder und Jugendlicher in der kinderärztlichen Praxis entscheidend verbessern.

Die Suche nach geeigneten Behandlungsmöglichkeiten

Die medizinischen Leitlinien „Therapie der Adipositas im Kindes- und Jugendalter“ der AGA (www.a-g-a.de) definieren eine standardisierte Diagnostik und Vorschläge für eine standardisierte Therapie. Gleichzeitig fordern die Leitlinien vernetzte Konzepte zwischen ambulanter und stationärer Behandlung und eine Verpflichtung zur Qualitätssicherung. Bei der Suche nach Programmen zur Prävention und Therapie findet man in der Literatur und Praxis viele unterschiedliche therapeutische Konzepte, aber wenig (Langzeit-) Evaluation. Nur wenige der Programme sind auf Kinder- und Jugendarztpraxen als Multiplikatoren übertragbar.

Adipositastherapie in der Praxis

Eine evidenzbasierte Standardtherapie bei Übergewicht und Adipositas gibt es in der Kinder- und Jugendarztpraxis derzeit nicht. Jede Familie muss mit ärztlicher Begleitung ihren eigenen Weg finden.

Den Artikel finden Sie auch in Ernährungs Umschau 03/10 ab Seite 158. Weitere Mitteilungen der Verbände lesen Sie ab Seite 154.

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