Welternährung: Oxfam-Bericht - Die Welt ist auf Hungerkrisen durch Klimawandel nicht vorbereitet

Davor warnt Oxfam in einer Kurzstudie anlässlich der Konferenz des UN-Klimarates in Japan. Die Wissenschaftler erwarten, dass die Erderwärmung Ernten und Lebensmittelproduktion früher und stärker beeinträchtigen wird als bisher angenommen. Die klimatischen Veränderungen erfordern Anpassungen, um zukünftige Ernten zu schützen.

In vielen armen Ländern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas fehlen den Menschen jedoch die finanziellen Mittel dazu; sie sind auf Unterstützung der reichen Länder angewiesen. Doch diese stellten zwischen 2010 und 2012 im Schnitt nur rund zwei Prozent der Mittel zur Verfügung, die nach Schätzungen der Weltbank erforderlich wären. Kommt es zu Katastrophen, etwa schweren Überschwemmungen, sind die betroffenen Länder auf Nahrungsmittelhilfen angewiesen. Doch die Lücke zwischen erforderlichen und vorhandenen Mitteln hat sich seit 2001 verdreifacht.

In seinem Bericht weist der IPCC darauf hin, dass die Lebensmittelproduktion infolge der globalen Erwärmung bereits heute vielerorts beeinträchtigt ist. Für die Zukunft wird erwartet, dass die globalen Erträge wichtiger Grundnahrungsmittel um zwei Prozent pro Jahrzehnt zurückgehen, während der Bedarf in denselben Zeiträumen jeweils um 14 Prozent steigt. Oxfam schätzt, dass sich die Getreidepreise auf den Weltmärkten bis 2030 verdoppeln werden; die Hälfte des Anstiegs ginge dabei auf den Klimawandel zurück.

Link zum Bericht: www.oxfam.de/publikationen/hot-and-hungry  

Quelle: Oxfam Deutschland e.V., Pressemeldung vom 25.03.2014

Den vollständigen Artikel finden Sie auch in Ernährungs Umschau 06/14 auf Seite M297.

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