Verbraucherstudie: Deutsche sparen am Essen

Die Deutschen sparen in der gegenwärtigen Wirtschaftskrise vorrangig am Essen. 47 % der Deutschen gaben in einer europaweiten Studie des GfK Vereins an, Lebensmittel und Getränke so preisgünstig wie möglich einzukaufen.

Etwa ebenso viele gehen seltener auswärts essen und rund 40 % besuchen seltener eine Kneipe oder ein Cafe. Größere Anschaffungen, wie Haushaltsgeräte, Möbel oder ein neues Auto verschieben rund 42 % der Deutschen. Dagegen sparen nur rund 35 % beim Urlaub und bei Kleidung. Etwa 22 % reduzieren Autofahrten.

Innerhalb Europas ist das Sparverhalten sehr unterschiedlich. So bemühen sich z. B. fast 40% der Briten, die Heizkosten zu senken, in Deutschland sind es nur rund 15 %.  Dafür ist es den Briten nicht ganz so wichtig, an Lebensmitteln zu sparen . Wie in Deutschland versuchen auch die Verbraucher in Frankreich, Italien, Österreich und Russland, die Kosten in verschiedenen Bereichen zu senken. Nur für 10–15% der Befragten ist das Sparen in diesen Ländern kein Thema, dagegen sind es in Spanien und Polen über 30%. 

Hintergrund: Die dargestellten Ergebnisse stammen aus der Untersuchung „European Consumer Study 2010“, für die im Auftrag des GfK Vereins im Winter 2009 insgesamt rund 10 200 Verbraucher in neun europäischen Ländern befragt wurden. Die Studie ist repräsentativ für 439 Mio. private Verbraucher ab 14 bzw. 15 Jahren in Europa. Der GfK Verein ist eine 1934 gegründete Non-Profit-Organisation der GfK-Gruppe zur Förderung der Marktforschung. Er setzt sich aus rund 600 Unternehmen und Einzelpersonen zusammen. Der Verein ermittelt neutrale Information über Verbraucher und Märkte und entwickelt in Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Institutionen innovative Forschungsmethoden. Außerdem fördert er die Aus- und Weiterbildung von Marktforschern. Weitere Informationen unter www.gfk-verein.de.

 Quelle: GfK Verein Februar 2010

Den Artikel finden Sie auch in Ernährungs Umschau 03/10 auf Seite 119, weitere Kurzberichte ab Seite 116.

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