Ernährung von Jugendlichen: Frühstücksqualität und mentale Leistung

Bild: © BilderboxUm die Hypothese zu überprüfen, dass die mentale Leistung von Schülern durch ein ernährungsphysiologisch hochwertiges Frühstück verbessert werden kann, wurde an zwei Realschulen eine Studie mit 188 Schülern durchgeführt.

Vier Versuchsklassen wurde in der ersten großen Pause ein Frühstücksbuffet angeboten. Die Messung der mentalen Leistung erfolgte im Prä-Post-Vergleich sowohl in den vier Versuchsklassen als auch in vier Kontrollklassen, denen kein Frühstück angeboten wurde. Eingesetzt wurde der „Kurztest für allgemeine Basisgrößen der Informationsverarbeitung“ (früher: Kurztest allgemeine Intelligenzparameter). Dieser erfasst die Informationsverarbeitungsgeschwindigkeit (bit pro Sekunde) und die Merkspanne (in Sekunden). Durch Multiplikation der beiden Werte wird die Kurzspeicherkapazität („Arbeitsspeicher“) (Einheit: bit) berechnet. Zudem wurden der Blutglukosespiegel der Schüler gemessen und soziografische Parameter erhoben.

Bei den Schülern der Versuchsklassen zeigte sich eine signifikante Verbesserung der mentalen Leistung (signifikant höhere bit-Werte) durch die verbesserte Frühstücksqualität. Auch die Faktoren Leistungsniveau, Migrationshintergrund und Geschlecht nehmen signifikant Einfluss auf die mentale Leistung. Die Blutglukosespiegel unterschieden sich hingegen nicht signifikant zwischen Versuchs- und Kontrollgruppe. Prof. EISSING von der TU Dortmund schlussfolgert, dass Strategien zur Verbesserung der Ernährungsqualität in den Schulalltag einbezogen werden sollen, um die geistige Leistung der Schüler zu steigern. Literatur: Eissing G (2011) Einfluss der Frühstücksqualität auf die mentale Leistung. Ernährung und Medizin 26: 22–27

Den Artikel finden Sie in Ernährungs Umschau 07/11 auf Seite 346.

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