Ernährungsumschau

Die wissenschaftliche Basis der Danone-Nährwertziele: WHO, EFSA und Rayner-Score

Das erste der von insgesamt sechs Danone Nutrition Commitments beschreibt, welche Nährwertziele Danone in den nächsten drei Jahren erreichen will.

Für die Milchfrischprodukte gibt es konkrete Nährwertziele für Zucker, Kalzium, Protein, gesättigte Fettsäuren und Gesamtenergiegehalt. Zwei verschiedene Kategorien mit eigenen Zielwerten und Verzehrshäufigkeiten werden unterschieden: einerseits die fermentierten Milchprodukte, die für den täglichen Verzehr empfohlen werden können und andererseits die Genussprodukte für den gelegentlichen Verzehr. Produkte, die überwiegend von Kindern unter 12 Jahren konsumiert werden, unterliegen grundsätzlich den strikteren Standards des täglichen Verzehrs. Alle Zielnährwerte der Danone Milchfrischprodukte sind definitionsgemäß auf 100 g ausgelegt, nicht auf die Portionsgröße.

Ein Beispiel: Für fermentierte Milchprodukte (z.B. Joghurts) gelten für die Gesamtbevölkerung (einschließlich Kinder aller Altersgruppen) folgende Zielwerte: Gesamtzuckergehalt  </=11.5 g/100 g und zugesetzter Zucker </= 7 g/100 g. Es müssen ein Höchstwert an gesättigten Fettsäuren (max. 2,5 g/100 g) sowie Mindestmengen an Protein und Calcium einhalten werden.

Doch wie sind die Nährwertziele von Danone zustande gekommen? Sie basieren auf offiziellen internationalen Ernährungsempfehlungen, Stellungnahmen und Leitlinien. Nährwerte für Zucker hat die WHO-Leitlinie 2015 öffentlich empfohlen1. Zudem hat die EFSA 2009 den wissenschaftlichen Referenzrahmen für Zufuhr und Kennzeichnung von Energie, Fett, gesättigtem Fett, Kohlenhydraten, Zucker und Salz im Jahr 2009 beschrieben2. Nährwerte für Fett ergeben sich auch aus einer weiteren EFSA-Übersicht von 20103.

Als zusätzliches Bewertungsmodell auf Produktebene nutzt Danone der Rayner-Score, der nach Mike Rayner, Professor of Population Health in Oxford, benannt ist. Der Rayner-Score ist ein wissenschaftlich validiertes Modell zur Nährwertprofilierung4. Er dient heute internationalen Gesundheitsinstitutionen dazu, Lebensmittel oder Mahlzeiten bezüglich ihres Gesundheitswertes zu kategorisieren. Limitierende Inhaltsstoffe in diesem Modell sind Energie, gesättigte Fette, Salz, Gesamtzucker und zugesetzter Zucker. Qualifizierende Inhaltsstoffe sind Eiweiß, Ballaststoffe, Früchte und Gemüse.

In diesem Modell sind Lebensmittel umso gesünder, je niedriger der Rayner-Score ist. Allgemein ist ein Score </= 4 ein Hinweis auf ein vergleichsweise gesundes Lebensmittel, ein Wert > 4 auf ein weniger empfehlenswertes. Amerikanische Cookies haben z.B. einen Score von 24, ein Joghurt mit 3,5 % Fett einen Score von 3 und ein Apfel einen Score von -5. Milchfrischeprodukte für den täglichen Verzehr liegen bei Danone alle bei Score-Werten </= 4. Über die bis 2020 kommunizierten Nährwertziele hinaus will Danone bei allen Genussprodukten einheitlich unter den Score-Wert 9 kommen.

Quellen:
  1. WHO (Hrsg): Sugars intake for adults and children, 2015. WHO Guideline: Sugars intake for adults and children. Geneva. PDF 

  2. EFSA (Hrsg): Review of labelling reference intake values - Scientific Opinion of the Panel on Dietetic Products, Nutrition and Allergies on a request from the Commission related to the review of labelling reference intake values for selected nutritional elements EFSA Journal: 4 May 2009, doi: 10.2903/j.efsa.2009.1008

  3. EFSA (Hrsg): Dietary reference values for fats. EFSA Journal 2010; 8(3):1461; doi: 10.2903/j.efsa.2010.1461

  4. Carukshi A et al: Validating a nutrient profile model. Public Health Nutrition: 11(4), 371–378. doi: 10.1017/S1368980007000377
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