Lesetipp Heft 1/2026: Zink
- 02.02.2026
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- Redaktion
In ihrem Basiswissen-Beitrag stellen Janina Dapprich et al. das essenzielle Spurenelement Zink vor und geben einen Überblick über dessen Physiologie, Funktionen, Vorkommen, Versorgungsstatus, Einflussfaktoren sowie den Bedarf und entsprechende Referenzwerte.
Zink kann vom menschlichen Körper nicht selbst produziert werden und ist nur in begrenztem Umfang speicherbar. Der Körper verfügt über eine Gesamtmenge von ca. 1,5–2,5 g, wobei rund 99 % im Gewebe und lediglich etwa 1 % im Blut lokalisiert sind. Die höchsten Zinkkonzentrationen finden sich in der Skelettmuskulatur (ca. 60 %) sowie im Knochengewebe (ca. 30 %).
Zink ist an einer Vielzahl struktureller, enzymatischer und regulatorischer Funktionen auf zellulärer und subzellulärer Ebene im menschlichen Körper beteiligt. Als Cofaktor von über 300 Enzymen ist Zink essenziell für zentrale Stoffwechselvorgänge. Außerdem trägt es zur strukturellen Stabilität von Zellmembranen und Proteinen bei, wodurch es zelluläre Strukturen vor oxidativem Stress schützt. Es beeinflusst die Signaltransduktion und reguliert die Kommunikation intra- und extrazellulär. Diese Funktionen sind entscheidend für Zellwachstum, Differenzierung, Immunantworten sowie die Kontrolle von Apoptoseprozessen. Zink unterstützt die Immunfunktion und auch im neurologischen Bereich ist Zink von großer Bedeutung. Des Weiteren ist Zink für die Reproduktionsbiologie unerlässlich. Auch bei Wachstumsprozessen, der sexuellen Reifung und der neurologischen Entwicklung, insb. in Schwangerschaft und Kindheit, ist eine ausreichende Zinkversorgung wichtig.
Der tägliche Zinkbedarf ergibt sich aus physiologischen Verlusten über Darm, Niere und Haut, und auch die Phytatzufuhr wird berücksichtigt. Demnach empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) eine tägliche Zinkzufuhr von 11–16 mg für Männer und 7–10 mg für Frauen. Für Schwangere, Stillende und Ältere Menschen ergeben sich höhere Werte.
Da der menschliche Körper Zink nicht selbst herstellen kann, ist eine tägliche Zufuhr über Lebensmittel wie Haferflocken, Nüsse, Käse oder Fleisch zwingend notwendig. Eine unzureichende Zinkversorgung kann schwerwiegende Auswirkungen über alle Lebensphasen hinweg haben – von der Embryonalentwicklung bis ins hohe Alter. In Deutschland tritt ein klinisch relevanter Zinkmangel bei gesunden Personen mit einer energetisch ausreichenden, abwechslungsreichen Mischkost trotz interindividueller Unterschiede in der Zufuhr in der Regel nicht auf.
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