Ernährungsumschau

Rohstoffe für Säfte und Konfitüren werden knapp

  • 11.09.2007
  • News
  • Redaktion

Äpfel, Stein- und Beerenobst für Säfte und Konfitüren werden knapp. Ursache dafür sind die großen Ernteverluste in Polen und anderen osteuropäischen Staaten, die wichtige Lieferanten für tiefgefrorene Rohware oder Saftkonzentrate sind. Allein in Polen rechnet man derzeit nur mit einer halben Obsternte von etwa 1,6 bis 1,8 Millionen Tonnen gegenüber 3,2 Millionen Tonnen im Vorjahr.

Da es für die Verarbeitungsindustrie kurzfristig wenige Beschaffungsalternativen gibt, sind die Verarbeiter nun gezwungen, höhere Preise beim Einkauf zu akzeptieren. In Polen reichen die Preisaufschläge gegenüber dem Vorjahr inzwischen von 60 % zum Beispiel bei Sauerkirschen bis zu 500 % bei schwarzen Johannisbeeren.

In der Folge könnten besonders die Produkte teurer werden, deren Kosten für Fruchte einen hohen Anteil der Herstellungskosten ausmacht. Dazu gehören unter anderem die meisten Fruchtsäfte und Konfitüren sowie Milch- und Backwaren, in denen Fruchtzubereitungen eingesetzt werden. Angesichts des harten Konkurrenzkampfes am deutschen Lebensmittelmarkt ist es jedoch noch unklar, in welchem Maße die Preissteigerungen an die Verbraucher weitergegeben werden. (11.09.07)

Das könnte Sie interessieren
Fast 80 Prozent der Teilnehmer gaben an, Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen. © baloon111 / iStock / Thinkstock
Veganer haben breites Ernährungswissen – Risikokommunikation dennoch erforderlich weiter
Die individuelle Ernährung kann ein entscheidender Faktor für das Depressionsrisiko sein. © Marjan_Apostolovic / iStock / Thinkstock
Neuer Risikoindex für Depressionen entwickelt weiter
Sportsachen und Lebensmittel. © ProPHN
Beeinflussen wir die Ernährung oder die Ernährung uns? weiter
Als „Superfood“ feiert Ingwer aktuell ein Comeback. © Wavebreakmedia Ltd / Wavebreak Media / Thinkstock
Ernährungstrends, Heilmittel-Richtlinie und Ingwer weiter
Zuckerrübenfeld: Weltmarktpreis für Zucker derzeit hoch. © Allexxandar / iStock / Thinkstock
EU-Zuckerquote aufgehoben weiter
Bakteriophage dringt in Bakterium ein. © Dr_Microbe / iStock  / Thinkstock
Wissenschaftler sehen Potenzial für Bakteriophagen-Einsatz weiter