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Biologen entschlüsseln Brotweizen-Gensequenz

  • 22.07.2014
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Forschungserfolg für Pflanzenbiologen der Universität Zürich: Gemeinsam mit Forschern eines internationalen Konsortiums entschlüsselten die Schweizer Wissenschaftler eine vorläufige Gensequenz für jedes Chromosom von Brotweizen.

Von den neuen Erkenntnissen über die Struktur und Organisation des Brotweizen-Erbguts verspricht sich das Forscherteam um Prof. Beat KELLER bald weitere Informationen über spezifische Gene auf einzelnen Weizenchromosomen. Die Ergebnisse seien eine wichtige Grundlage, um weitere Genom-Regionen in kürzerer Zeit zu identifizieren, äußerte sich Studienleiter KELLER zum Forschungserfolg. Die vorläufige Gensequenz bestehe zwar bislang nur aus Fragmenten-Stücken des Genoms. Jedoch sei dies ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur vollständigen Referenzsequenz des aus sechs Chromosomensätzen bestehenden Weizen-Genoms.

Ziel der Forscher ist es, innerhalb der nächsten drei Jahre die Referenzsequenz für die 20 restlichen Chromosomen des Brotweizens zu entschlüsseln. Vollständige Informationen über Getreide-Genome können Zuchtprogramme beschleunigen und helfen Ertrag, Kornqualität, Krankheiten oder Schädlingsresistenz zu kontrollieren.

Das Vorgehen der Schweizer Forscher ist nicht neu: Bereits im Jahr 2000 gelang es Wissenschaftlern der University of Washington mit der Sequenzierung des Reis-Genoms das bis dato größte Genom einer Pflanze offenzulegen. Die Studie finanzierte damals der weltweit größte Saatgut-Konzern Monsanto, der u. a. gentechnisch veränderte Maissorten vertreibt.

Weitere Informationen zur Züricher Studie gibt es hier.
Mehr zur besonderen Problematik der Genomsequenzierung von Nutzpflanzen finden Sie hier.

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