Fremde Hilfe im Haushalt

Herausforderungen und Chancen aus pflegerischer Sicht

Interview mit Helga NOLL, Haus- und Familienpflegedienst Gießen

Mit immer höherem Alter und damit einhergehenden größeren gesundheitlichen Einschränkungen wächst die Hilfebedürftigkeit vieler Senioren1. Unterstützung kommt dann oftmals von externer Seite, z. B. in Form von Pflegediensten. Vor welchen Herausforderungen die Mitarbeiter hier im Alltag stehen und welche Chancen eine „fremde Hilfe“ im Privathaushalt bieten kann, erläutert Helga Noll, Leiterin eines Haus- und Familienpflegedienstes, im Interview mit der ERNÄHRUNGS UMSCHAU.

Sehr geehrte Frau NOLL, als Leiterin eines Pflegedienstes haben Sie seit vielen Jahren einen guten Einblick in die Privathaushalte älterer Menschen. Wie verändert sich die Haushaltsführung im Alter?

NOLL: Veränderungen der Haushaltsführung finden hier sehr, sehr unterschiedlich statt. Probleme von hochbetagten Menschen sind nicht allgemein zu bewerten, es muss immer nach individuellen Einschränkungen bewertet werden. Verschiedene Einschränkungen im körperlichen, seelischen oder kognitiven Bereich bedingen den Hilfebedarf und die aktiven Hilfeleistungen von Angehörigen. So braucht ein 70-Jähriger mit vielen gesundheitlichen Problemen mehr Unterstützung als ein 89-Jähriger, der noch verhältnismäßig rüstig ist. Nach unserer Erfahrung geben aber Hochbetagte, wenn sie noch in der eigenen Wohnung alleine wohnen, die Haushaltsarbeiten vollständig ab, wenn es wirtschaftlich möglich ist.



Den vollständigen Artikel finden Sie auch in Ernährungs Umschau 5/17 von Seite M279 bis M282.

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