Special: Schlanke Körperideale und „Ernährungs-Sünden“ (Peer-Review-Beitrag)

Wie das Ansehen von Schlankheitsidealen die Verzehrsmenge von Süßigkeiten bei jugendlichen Mädchen beeinflussen kann

Eva-Maria Kropp, Christoph Klotter, Fulda

Das Vorkommen von gestörtem Essverhalten ist in den westlichen Industrienationen in den letzten Jahren dramatisch gestiegen, und letztlich zu einem ernsthaften medizinischen, psychologischen und politischen Problem geworden. Das rigide Schlankheitsideal führt nachweislich zur Körper-Unzufriedenheit – doch welchen Einfluss hat es auf das Essverhalten?

Schlanke Körperideale senken die Körperzufriedenheit bei jugendlichen Mädchen. Um zu untersuchen, ob Schlankheitsideale einen direkten Einfluss auf das Essverhalten haben können, indem sie indirekt das Verbot von hochkalorischen Speisen propagieren, wurde die verzehrte Menge von Süßigkeiten bei 13- bis 15-jährigen Mädchen in Assoziation mit Schlankheitsidealen untersucht.

Es zeigte sich, dass Mädchen, die den Schlankheitsidealen in Form von Musikvideos ausgesetzt waren, in einem Zeitraum von 20 min ca. 40 % weniger an Kalorien verzehrten, als eine Vergleichsgruppe, die Musikvideos ohne Schlankheitsideale zu sehen bekam. Schlanke Schönheitsideale könnten also durchaus eine restriktive Essweise fördern und die natürliche Hunger- und Sättigungsregulation zu beeinträchtigen.

Den vollständigen Artikel finden Sie in Ernährungs Umschau 11/09 ab Seite 626.

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