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Das Konzept „Ernährungsumgebungen“ in Modellen

  • 15.02.2026
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  • Anna Umnig
  • Corinna Neuthard
  • Silke Lichtenstein

Komplexität grafisch erfassen

Im Kontext Public Health hat sich der wissenschaftliche Fokus in den letzten Jahren verstärkt auf multidimensionale äußere und strukturelle Einflussgrößen auf das Ernährungsverhalten verschoben, die mit dem Konzept der Ernährungsumgebungen (EU) zusammengefasst werden. Zwischen dem heute etablierten Ansatz und älteren Modellierungen gibt es konzeptuelle Parallelen, die hilfreiche Impulse für Fragestellungen individueller und bevölkerungsbezogener Gesundheit liefern. Die in diesem Beitrag1 dargestellten Modelle entstammen unterschiedlichen Fachrichtungen, weisen jedoch durchweg soziologische Bezüge auf.

Einleitung

Schon in den 1980er-Jahren entwickelten Bodenstedt und Oltersdorf mit dem Zielscheibenmodell einen Versuch, die immense Komplexität der biologischen, sozioökonomischen und kulturellen Determinanten der Nahrungswahl umfassend zu visualisieren. Das rund zehn Jahre später entstandene Rainbow-Modell von Dahlgren und Whitehead erweitert diesen Blick deutlich: Es ordnet individuelle Gesundheit in einen Kontext struktureller und ökologischer Rahmenbedingungen ein und integriert – im Sinne der Salutogenese – soziale Netzwerke. Das Modell des Verhaltensprozesses nach Renner im WBAE-Gutachten von 2020 fokussiert stärker auf die Wirkmacht externer Einflussfaktoren. Es strukturiert diese entlang einer linearen Logik, wobei der mehrstufige Prozess des Ernährungsverhaltens den multidimensionalen Komplex sämtlicher Einflüsse nur implizit darstellt. Das jüngste Modell des Thünen-Instituts von Weible und Schott stammt aus dem Jahr 2023 und nimmt eine globale Perspektive ein und verbindet dabei zentrale Elemente älterer Konzepte. ...



Den vollständigen Artikel finden Sie auch in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 2/2026 auf den Seiten M107 bis M115.

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