Ernährungsumschau

Lösungsbogen EU 06/15: Kochsalzaufnahme

Die jeweils richtige Antwort ist fett hinterlegt:

1.  Bei welchen der folgenden physiologischen Vorgänge spielt Natrium eine Rolle?
1. zelluläre Transportvorgänge
2. Erregung von Nervenzellen
3. Regulation des Säure-Basen-Haushalts
4. Sekretion von Verdauungssekreten

  • Nur die Antworten 1 und 3 sind richtig.
  • Nur die Antworten 1 und 4 sind richtig.
  • Regulation des Säure-Basen-Haushalts
  • Alle Antworten sind richtig.

2.  Was ist die beste Methode zur Abschätzung des Kochsalzkonsums?

  • Messung der Natriumausscheidung in Spontanurinproben
  • Messung der Natriumausscheidung im 24-h-Urin
  • Messung der Natriumchloridausscheidung im Schweiß
  • Messung der Natriumchloridausscheidung im Stuhl


3. Wieviel beträgt in etwa der Umrechnungsfaktor von Gramm Natrium zu Gramm Natriumchlorid?

  • ungefähr 1,5
  • ungefähr 2,5
  • ungefähr 3,5
  • ungefähr 4,5


4.  Welche der folgenden Lebensmittelgruppen gehören zu denen, die hauptsächlich zur Salzzufuhr in Europa beitragen?
1. frische Gemüse
2. Brot
3. Käse
4. Fertiggerichte

  • Nur Antwort 4 ist richtig.
  • Nur die Antworten 1 und 3 sind richtig.
  • Nur die Antworten 2, 3 und 4 sind richtig.
  • Alle Antworten sind richtig.


5. Welche Menge an verzehrtem Kochsalz pro Tag empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) aus Präventionsgründen für Erwachsene?

 

  • über 7 g/d
  • über 10 g/d
  • unter 7 g/d
  • unter 5 g/d 


6. Welche Aussage zum Zusammenhang zwischen Kochsalzzufuhr und Blutdruck ist richtig?

  • Die Verringerung der täglichen Salzzufuhr wirkt sich nur positiv auf den diastolischen Blutdruck aus.
  • Durch eine Verringerung der täglichen Salzzufuhr lässt sich der Blutdruck nur bei Hypertonikern, nicht aber bei Normotonikern senken.
  • Eine Verringerung der Salzzufuhr führt insbesondere bei etwa 50–60 % der Hypertoniker zu einer wirksamen Senkung des Blutdrucks.
  • Der Blutdruck lässt sich nur durch eine Verringerung der täglichen Salzzufuhr von über 8 g wirksam senken.


7.  Welcher der folgenden Antworten ist KEIN Grund für eine erhöhte Salzsensitivität?

  • Bluthochdruck
  • Aktivierung des Parasympathikus
  • höheres Lebensalter
  • metabolisches Syndrom


8.  Welches Krebsrisiko hängt nachweislich mit der Salzzufuhr zusammen? 

  • Magenkarzinom
  • Lymphom
  • Pankreaskarzinom
  • Glioblastom

9. Welche Auswirkungen hätte eine bevölkerungsweite Reduktion der Salzzufuhr auf die Jodmangelprophylaxe durch jodiertes Speisesalz?

 

  • Sie hätte keine Auswirkungen, da der Jodgehalt im Speisesalz ausreichend hoch ist.
  • Bei einer wirksamen Salzreduktion würde auch die durchschnittliche Jodaufnahme in der Bevölkerung sinken. Dem könnte mit einer höheren Jodkonzentration in Salz entgegengesteuert werden.
  • Auswirkungen wären erst ab einer unrealistisch hohen Reduzierung zu erwarten, daher ist die Jodmangelprophylaxe von einer Salzreduktion nicht beeinträchtigt.
  • Da eine bevölkerungsweite Salzreduktion die Jodmangelprophylaxe durch Speisesalz unmöglich machen würde, muss hierfür eine neue Strategie, bspw. durch Jodierung von Futtermitteln, gefunden werden. 


10.  Wie ist die Strategie der Salzreduktion durch veränderte Produktzusammensetzungen bei Lebensmitteln zu beurteilen?

  • Als hilfreich, da eine schrittweise Verringerung des Salzgehalts in vielen Lebensmitteln sensorisch akzeptabel ist und technische Nachteile in der Produktion überwindbar sind.
  • Als realistisch, aber zu kostenaufwändig, da die Industrie dann fast alle Produktrezepturen ändern müsste.
  • Als nicht zielführend, denn reduziert man die Salzzugabe in Lebensmitteln, schmecken diese nicht mehr und werden deswegen nicht gekauft.
  • Als unrealistisch, denn vor allem vorgefertigte Lebensmittel sind dann nicht mehr ausreichend haltbar.
Das könnte Sie interessieren
Selen – Zink – Mangan – Eisen – Jod weiter
Zu guter Letzt 1/2018: Die Suppe ess' ich nicht! weiter
Dr. Andrea Lambeck wird neue VDOE-Geschäftsführerin weiter
Akute Pankreatitis: Paradigmenwechsel im Ernährungssupport weiter
Fett: Darf es ein wenig mehr sein? weiter
Milch und Milchfrischprodukte, Teil 9 weiter